Turgi
528 Unterschriften gegen die Adventisten

Mit einer Petition und einer Einsprache wehrt sich die Bevölkerung gegen das geplante Zentrum der Siebenten Tags Adventisten. 275 Turgemerinnen und Turgemer sowie 253 Personen aus Nachbargemeinden haben untezeichnet.

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Die Bahnhofstrasse soll ein attraktives Einkaufszentrum und Wohngebiet sein, dieses Ziel haben Behörden und Gewerbetreibende seit langem vor Augen. Nun planen die Siebenten Tags Adventisten im Erdgeschoss des Hauses Bahnhofstrasse 18 ein Begegnungszentrum. Das wollen 275 Turgemerinnen und Turgemer sowie 253 Personen aus Nachbargemeinden verhindern.
528 Unterschriften gesammelt
Gestern Abend hat eine Delegation der Petitionäre die Petition mit insgesamt 528 Unterschriften Gemeindeammann Peter Heiniger übergeben. «Eine Freikirche im Zentrum schadet dem Ansehen des Dorfes und wertet Turgi als Wohn- und Geschäftsstandort ab», heisst es darin. Deshalb fordern sie den Gemeinde-rat auf, die Nutzungsänderung des Gewerberaumes als Begegnungszentrum abzulehnen. Juristisch unterstreichen sie ihr Anliegen mit einer von etwa 30 Personen unterzeichneten Einsprache. «Als Nächstes wird sich die Baukommission und danach der Gemeinderat mit der Einsprache befassen», sagte Gemeindeammann Heiniger. Die Gemeinde lässt zudem ein Gutachten über die Zonenkonformität erstellen. «Dann werden wir alle Parteien zur Einsprecherverhandlung einladen», sagte Heiniger. Das könne einige Wochen gehen.
Vergangene Woche haben sich die Stockwerkeigentümer an einer Konsultativabstimmung mit 22 Stimmen gegen das Begegnungszentrum ausgesprochen. Ein Eigentümer enthielt sich der Stimme, einer votierte dafür. Die beiden Häuser an der Bahnhofstrasse und Kronenstrasse wurden anstelle des ehemaligen Restaurants Krone erstellt. In einem Gewerberaum befindet sich ein Coiffeursalon, der andere stand seit längerem leer. In diesem wollen nun die Siebenten Tags Adventisten einziehen.

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