Limmattal
61 Prozent sind für die Limmattalbahn – 6 Prozent sind dagegen

Eine repräsentative Umfrage liefert erstmals konkrete Zahlen zum Projekt. Die Bevölkerung in den sechs Standortgemeinden (auch Killwangen und Spreitenbach) spricht sich für das Projekt aus. Ein grosser Teil ist aber noch unentschlossen.

Sandro Zimmerli
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Die geplante Haltestelle Furttalstrasse mit den Hochhäusern Langäcker und Shoppi. Visualisierung ZVG

Die geplante Haltestelle Furttalstrasse mit den Hochhäusern Langäcker und Shoppi. Visualisierung ZVG

Die Limmattalbahn wird von einem grossen Teil der Limmattaler Bevölkerung befürwortet. Das zeigen erstmals erhobene Zahlen zum Projekt. Sie wurden im Rahmen einer repräsentativen Umfrage ermittelt, welche die Limmattalbahn AG letzten Herbst beim Schweizer Marktforschungsinstitut Isopublic in Auftrag gegeben hat. Gestern wurde sie präsentiert (siehe Grafiken). So befürworten 61 Prozent der Bevölkerung der sechs Standortgemeinden Zürich, Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen das Projekt. Lediglich 6 Prozent würden dieses ablehnen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. 33 Prozent seien noch unentschlossen.

Projekt kommt im Kanton gut an

Gemäss Mitteilung wurden je 1000 Personen in den Kantonen Zürich und Aargau befragt. Neben der Frage zur Befürwortung beziehungsweise zur Ablehnung des Projektes wurde auch der Kenntnisstand über die Limmattalbahn erhoben. Die Initianten sind zufrieden mit dem Ergebnis. «Positiv sind auch die hohen Bekanntheitswerte des Projekts: 78 Prozent der Limmattaler kennen die Limmattalbahn», heisst es.

Weitet man den Blick von den betroffenen Gemeinden auf die beiden Kantone aus, ergeben sich tiefere Zahlen. «Der Meinungsbildungsprozess in der Bevölkerung der Kantone Aargau und Zürich ist weniger weit fortgeschritten als in den betroffenen Gemeinden», schreiben die Initianten. Dementsprechend sei der Anteil der Unentschlossenen noch relativ hoch. Doch auch in den beiden Kantonen falle das Verhältnis zwischen positiven und negativen Stimmen klar aus. Im Kanton Zürich seien 53 Prozent für und 7 Prozent gegen, im Kanton Aargau 49 Prozent für und 4 Prozent gegen das Projekt.

Wenig überrascht von den Zahlen zeigt sich Otto Müller. Der Dietiker Stadtpräsident und Präsident der Zürcher Planungsgruppe Limmattal ist Verwaltungsratsmitglied der Limmattalbahn AG und hat solche Werte erwartet. «Die Zahlen bestätigen, dass das Projekt als Ganzes im Bezirk gut aufgenommen wird», sagt er. Das Ziel der Limmattalbahn, das steigende Verkehrsaufkommen auf den öffentlichen Verkehr umzulagern und gleichzeitig die Stadtzentren zu entlasten, finde grosse Akzeptanz. Zwar gebe es bezüglich der Linienführung in Schlieren und Dietikon noch Differenzen und Optimierungspotenzial. «Deswegen ist aber nicht das Gesamtprojekt infrage gestellt, wie die Umfragewerte bestätigen», so Müller.

Geringes Interesse im Westen

«Die Bevölkerung im westlichen Aargau ist sich anscheinend nicht bewusst, wie bedeutend die Limmattalbahn für unsere Region ist», sagt der Spreitenbacher Gemeindeammann Valentin Schmid zum Umfrageergebnis (siehe Grafiken). Dies zeige der verhältnismässig hohe Anteil an «weiss nicht»-Antworten aus dem Kanton Aargau. Ein ganz anderes Bild zeigt sich in den Standortgemeinden des Projektes. Die Bewohner im Limmattal seien gut informiert: «Sie können sich fundiert äussern.»

Limmattalbahn: Umfrage-Ergebnisse

Limmattalbahn: Umfrage-Ergebnisse

zvg

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