Würenlos

68-Jähriger nach der Wahl zum Ammann: «Ich fühle mich nicht zu alt»

Hans Ulrich Reber mit 68 Ammann von Würenlos

Hans Ulrich Reber mit 68 Ammann von Würenlos

Hans Ulrich Reber ist ohne Wenn und Aber als Ammann von Würenlos wiedergewählt worden. Und das, obwohl er von seiner eigenen Partei, der FDP, nicht unterstützt worden ist. Die FDP findet nämlich, er sei zu alt für das Amt.

Seit Sonntag ist definitiv klar: Hans Ulrich Reber behält sein Büro im Gemeindehaus von Würenlos. Die Stimmbevölkerung hat ihn deutlich, mit 708 Stimmen, als Ammann wiedergewählt. Das absolute Mehr lag bei 459 Stimmen. Er war der einzige Kandidat.

Pikant: Ausgerechnet von der FDP-Ortspartei, seiner politischen Heimat, hat er keine Unterstützung erhalten. Die Verantwortlichen halten ihn für zu alt – und schickten Karin Funk ins Rennen. Doch diese machte bei der Gemeinderatswahl im August das schlechteste Resultat und verzichtete dann, zur Wahl des Ammanns anzutreten. Reber dagegen war bei der Wahl als Parteiloser angetreten.

«Bin geistig noch rege»

Hans Ulrich Reber freut die Wahl: «Wir haben darauf hingearbeitet und ich bin auch sehr stark unterstützt worden», sagt er gegenüber dem Regionalsender «TeleM1». Und er ergänzt: «Ich fühle mich nicht zu alt und ich bin noch geistig rege.»

Die Redewendung: Man ist immer nur so alt, wie man sich fühlt. Die Einstellung haben auch die Senioren.

Dass das Alter keine Rolle spielt, daran zweifeln auch mehrere Seniorinnen aus dem Regionalen Pflegezentrum in Baden nicht. Eliane Hasler etwa sagt: «Ich sage immer, mit 60 fängts erst an.» (pz)

Meistgesehen

Artboard 1