Die Autobahnbrücke auf der A1 zwischen Birmenstorf und Birrhard wird zurzeit saniert. Bei den Arbeiten fielen kleinste Betonreste in den Teich einer Fischzucht unterhalb der Brücke. Die Forellen und Karpfen frassen diese und wurden dadurch vergiftet.

Viele der 7000 Tiere verendeten daraufhin, der Rest musste auf Anordnung des kantonalen Lebensmittelingenieurs mit Stromstössen getötet werden (wir berichteten).

Die Lebensmittelingenieure konnten nicht ausschliessen, dass die Gifte bereits ins Muskelfleisch gelangt waren. Der betroffene Fischzüchter Roman Hufschmid sagte dazu: «Es tut richtig weh.» Gleich neben der Fischzucht fliesst die Reuss unter der A1-Brücke durch. Viele Leser fragten sich: Sind die Fische dort nicht gefährdet?

Werner Hofer, Leiter Schadendienst Umwelt beim Kanton, winkt ab: «Wir haben keine Kenntnis davon, das ist keine Gefahr für die Fische.»

Die Fische im Fluss würden sich anders verhalten: «Sie suchen sich ihr Futter gezielt aus. Fische in Zuchten sind es hingegen gewohnt, dass ihr Futter reingeworfen wird», erklärt er.

Deshalb hätten diese die Betonpartikel gefressen. «Mittlerweile wurde die Baustelle zusätzlich mit Plastik abgedeckt», sagt Hofer.

Damit so etwas nicht wieder vorkommen könne. Zuständig für die Sanierung der Reussbrücke ist das Bundesamt für Strassen (Astra).

Dieses habe nun eine Untersuchung eingeleitet, die mitunter klären soll, wer für den Schaden – insgesamt wurden vier Tonnen Forellen und Karpfen entsorgt – und die Reinigungsarbeiten aufkommen soll.