Spreitenbach
73-Millionen-Überbauung mit Kino: Investoren hoffen auf baldige Bewilligung

Im Sandäcker in Spreitenbach ist eine Überbauung mit 200 Wohnungen und einem Multiplexkino geplant. Dieses soll zehn Säle mit ingesamt über 2000 Plätze aufweisen.

Dieter Minder
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Blick von der Sandäckerstrasse auf den Neubau mit dem Pathé Logo
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Die Freifläche in der Überbauung Sandäcker
Bauverwalter Oliver Lovisetto links und Gemeinderäsident Valentin Schmid erläutern das Projekt
Vor den beiden Shoppi Hochhäusern stehen die Bauprofile Sandäcker und HGO hinten
Hofperspektive mit dem Hochhaus
So sehen die Bewohner des geplanten Hochhauses HGO/Obimarkt nachts die Überbauung Sandäcker. Die Limmattalbahn führt durch den Längsbau (vorne) und überquert die Sandäckerstrasse. Visualisierung ZVG Die Limmattalbahn führt durch den Längsbau (vorne) und überquert die Sandäckerstrasse.

Blick von der Sandäckerstrasse auf den Neubau mit dem Pathé Logo

zvg

Ein sechzehnstöckiges Hochhaus, weitere Wohn- und Gewerbehäuser, 30'000 Quadratmeter Gewerbefläche, ein Multiplexkino mit Stadtsaal, 450 Parkplätze und eine Investitionssumme von rund 73 Millionen Franken: Das ist die geplante Überbauung Sandäcker Spreitenbach.

Sie kommt östlich der Sandäckerstrasse zwischen Landstrasse und Industriestrasse zu stehen. Momentan liegt das Baugesuch dafür auf. «Wir hoffen, dass wir die Baubewilligung noch dieses Jahr erhalten», sagt Toni Margadant, Projektleiter der Bauherrin Mettler2Invest AG in St. Gallen. «Voraussichtlich 2018 wird die Anlage bezugsbereit sein.»

Das Multiplexkino wird von der Pathé, einem international tätigen Filmunternehmen, betrieben. «Wir beabsichtigen, alle Filme zu zeigen, nicht nur solche aus Hollywood», sagt Brian Jones, Mitarbeiter der Pathé Suisse SA. «Insgesamt wird das Multiplexkino über 2000 Plätze aufweisen.»

Sie verteilen sich auf zehn Säle mit 30 bis über 500 Sitzplätzen. Das Unternehmen habe seit einiger Zeit einen Standort westlich von Zürich gesucht. Für Spreitenbach habe sich Pathé entschieden, weil die Gemeinde mit der Autobahn optimal erschlossen sei: «Der Standort könnte kaum besser liegen.» Pathé wurde 1896 von den Brüdern Pathé in Paris gegründet. Das Unternehmen produziert Filme, verleiht sie und betreibt in Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz eigene Kinos. In der Schweiz sind es Zentren in Basel, Bern Westside, Dietlikon, Genf und Lausanne mit insgesamt 68 Kinosälen.

Leben hinter dem Lärmriegel

«Die neue Überbauung wird an das Fussgängerwegenetz Ebene+1 angeschlossen», sagt Lovisetto. Das Konzept Ebene+1 erlaubt den Fussgängern, vom Dorf bis zur Limmat zu gehen, ohne je eine Strasse auf deren Niveau überqueren zu müssen. Bereits bestehen Verbindungen zwischen dem Shoppi Tivoli, dem Zentrum Bethanien, dem Senevita-Pflegezentrum und der Umwelt-Arena. Die Überbauung Sandäcker wird über die neben dem Tivoli geplante Überbauung HGO (Handels- und Gewerbezone Ost/Obimarkt) angeschlossen.

In deren Erdgeschoss ist die zentrale Haltestelle der Limmattalbahn vorgesehen. Somit wird die HGO zum Verkehrsknotenpunkt für die Fussgänger. Im Bereich der Überbauungen HGO und Sandäcker wird die Limmattalbahn in einer S-Kurve von der Industriestrasse zur Landstrasse wechseln. Dazu wird sie die Sandäckerstrasse überqueren. Über diese wird die Überbauung für den Individualverkehr erschlossen.