Baden
Aargauer Badminton-Szene: Zwei Spitzenteams, dieselbe Liga, andere Ziele

Die Aargauer Badminton-Szene ist fest in der Hand von zwei Vereinen: dem Team Argovia und dem Team Baden. Beide spielen in dieser Saison in der Nationalliga B – sie arbeiten aber nur punktuell zusammen.

Fabio Baranzini
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Silvan Furrer (vorne) spielte letztes Jahr für das Team Baden und jetzt wieder für seinen Stammklub Team Argovia. ZVG
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Silvan Furrer (vorne) spielte letztes Jahr für das Team Baden und jetzt wieder für seinen Stammklub Team Argovia. ZVG
Silvan Furrer (r.) spielte letztes Jahr für das Team Baden und jetzt wieder für seinen Stammklub Team Argovia. ZVG
Silvan Furrer (r.) spielte letztes Jahr für das Team Baden und jetzt wieder für seinen Stammklub Team Argovia. ZVG
Silvan Furrer (vorne) spielte letztes Jahr für das Team Baden und jetzt wieder für seinen Stammklub Team Argovia.

Silvan Furrer (vorne) spielte letztes Jahr für das Team Baden und jetzt wieder für seinen Stammklub Team Argovia. ZVG

Zur Verfügung gestellt

Die Aargauer Badminton-Szene ist fest in der Hand von zwei Vereinen: dem Team Argovia und dem Team Baden. Nach dem letztjährigen Abstieg des Teams Argovia aus der Nationalliga A spielen die beiden besten Teams des Kantons in dieser Saison in der Nationalliga B. Argovia stellt zudem zwei 1.- Liga-Mannschaften und auch die Badener verfügen über eine Equipe in der dritthöchsten Schweizer Spielklasse.

Obwohl die Badener im letzten Jahr erstmals in der Vereinsgeschichte die Aufstiegsspiele zur Nationalliga A erreicht haben – dort scheiterten sie an Genf –, hegen sie in diesem Jahr keinerlei Aufstiegsambitionen. «Mit lediglich rund 30 Aktivmitgliedern sind wir schlicht zu klein, um in der Nationalliga A mitzuspielen. Unser Ziel ist daher, weiter an Breite zu gewinnen und in der Nationalliga B vorne mitzumischen», so Sportchef Guido Hueber. Das gelingt dem Team Baden in dieser Saison bisher ganz gut.

Nach fünf Runden grüssen die Badener vom dritten Tabellenrang in der Gruppe Ost. Die einzige Niederlage kassierten sie im Derby gegen das Team Argovia. Und diese Pleite fiel mit 1:7 gleich ziemlich heftig aus «Diese Niederlage war in der Tat etwas gar hart, aber wir müssen auch realistisch sein: Mit dem Team Argovia können wir nicht mithalten», sagt Hueber.

Argovia will ins Oberhaus

In der Tat hegt der Kantonsrivale Team Argovia – der sich aus den Vereinen Mutschellen, Gebenstorf und Fislisbach zusammensetzt – grössere Ambitionen. «Wir wollen den sofortigen Wiederaufstieg in die Nationalliga A schaffen», gibt Klubpräsident Adrian Bärtschi die Marschrichtung vor. Und derzeit ist die Mannschaft auf bestem Weg, diese Vorgabe umzusetzen. Das Team Argovia, das vor dem Abstieg sechs Jahre in der höchsten Schweizer Spielklasse auflief und 2013 gar Schweizer Meister wurde, führt die Tabelle der NLB Gruppe Ost mit fünf Zählern Vorsprung souverän an.

Im Gegensatz zum Team Baden kann Argovia auch auf einen breiten Nachwuchs zählen. Diese gute Ausgangslage soll gemäss Bärtschi ausgenutzt werden, damit der Verein nächstes Jahr von der NLA bis in die 1. Liga durchweg mit einem Team vertreten ist. «Dann können wir auch allen ambitionierten Athleten des Vereins eine Spielgelegenheit bieten», so der Präsident.

Rivalen oder Partner?

Wenn zwei Vereine geografisch so nahe beieinander liegen, drängt sich eine Zusammenarbeit fast schon auf. Aber wie sieht es denn aus, wenn die beiden Vereine gleichzeitig auch Rivalen in derselben Liga sind? «Natürlich ist es so, dass wir in erster Linie Konkurrenten sind, dennoch spannen wir punktuell zusammen», sagt Hueber vom Team Baden. So findet jeweils am Montag ein gemeinsames Training statt und der eine oder andere Spieler des Teams Argovia kommt in Baden zum Einsatz.

Es reicht nicht zur Partnerschaft

Letzte Saison war dies bei Silvan Furrer der Fall, aktuell spielen Michael Adamer und Anina Schlittler vom Team Argovia für Baden. «Diese Wechsel kommen meist auf Initiative der Spieler zustande. Aufgrund der geografischen Lage ist das Team Baden für diese Athleten natürlich perfekt, um Spielpraxis zu sammeln», so Argovias Klubpräsident Bärtschi. Obwohl es hin und wieder zu einer Zusammenarbeit kommt, ist den Vertretern des Teams Argovia und des Teams Baden im Gespräch klar anzumerken, dass die sportliche Rivalität derzeit zu gross ist, um intensiver zusammenzuarbeiten oder allenfalls gar eine Partnerschaft einzugehen – trotz der geografischen Nähe.