Begrüsst wurden die Gäste in Muhen von der Oldtime Jazzband The Mississippi Stompers. Danach enthüllte Gemeindeammann Cornelia Wüthrich das neue Logo und öffnete die verschlossene Tür zum Heuboden, wo die neue Ausstellung präsentiert wird.

«Bis vor vier Jahren hatte der Bauer von nebenan den Heuboden noch als solchen benutzt», erklärte Hansrudolf Moser. Er verwaltet zusammen mit seiner Frau Anni Moser das Strohdachhaus seit dem Jahr 2000.

Zu jedem Stück eine Geschichte

In der neuen Ausstellung werden Gegenstände von früheren Zeiten gezeigt. Diese stammen vorwiegend aus dem Besitz von Privatpersonen aus Muhen. Einzelne Stücke seien auch von Moosleerau und Schöftland, sagte Moser. Zu jedem Ausstellungsstück weiss er eine Geschichte zu erzählen. «Diese antike Rechenmaschine ist mir per Zufall in die Hände gekommen», erklärte Moser den Besuchern. Als er bei einem Haus das Dach erneuerte, habe er sie entdeckt. Sogleich fragte er den Hausbesitzer, ob er sie haben könnte und nun stehe sie hier.

«Viele Müheler haben noch alte Sachen entdeckt, die sie uns vorbeibrachten», sagte Anni Moser. So sind neben dem letzten Strommast von Muhen auch Büromaterial, Seifen, Textilien und Wintersportutensilien in der Ausstellung zu sehen.

Kinder als Götter verkleidet

Auch das Historische Museum Baden, der Kunstraum Baden, das Museum Langmatt sowie das Schweizer Kindermuseum öffneten unter dem Motto «Ideen? Finde sie im Museum» gratis ihre Tore.

Das Historische Museum Baden widmete sich der Ideen-Vielfalt im Bäderquartier und präsentierte in der Ausstellung «Merkur & Co.» Kult und Religion im römischen Haus. Als besonderes Highlight galt die Götterschar des 1871 in Baden ausgegrabenen Heiligtums mit der bekannten reitenden Gorgo Medusa, dem Scheusal der Bäderstadt. Kinder konnten mit den Theaterpädagoginnen Daniela Brönnimann und Claudia Sandmeier von sandman production spielerisch Gottheiten kennenlernen und sich als Götter verkleiden.

Explosion eines Blumenstrausses

Im Kunstraum gastierte der Künstler Rolf Winnewisser mit der Ausstellung und seinem gleichnamigen Kürzel «WIWI.R 2013». In der Wunderkammer entdeckten die Besucher die Ideen-Welt des in Ennetbaden beheimateten Künstlers. Eigene Ideen umsetzen, konnten Kinder mit ihrer Familie im Kindermuseum. Baukästen aus unterschiedlichen Zeiten boten die Möglichkeit, fantasievolle Bauwerke aus Holz, Kunststoff oder Stein zusammenzusetzen und dabei etwas über deren Entwicklung zu erfahren.

Die Ausstellung «Die fünfte Jahreszeit» der Videokünstlerin Ursula Palla gab es im Museum Langmatt zu bewundern. Videos und Installationen zum Thema Natur und Technik verknüpfte sie mit den Örtlichkeiten der ehemaligen Villa der Industriellenfamilie Brown. So verblüffte sie mit Projektionen von Stillleben wie einem Blumenstrauss oder einem Apfel, die unerwartet explodierten oder verfaulten und auf diese Weise die Umkehrung der Schönheit darstellten.