50 Amateur-Paare aus der ganzen Schweiz und Deutschland zeigten am Trafo-Cup ihr Können, um sich wichtige Punkte für den Aufstieg in die nächste Klasse zu holen. Im Wettkampf mit dabei auch Konkurrenten aus dem Aargau.

Der Trafo-Cup gehört zu den grössten Tanzwettbewerben der Schweiz. Jährlich gib es deren 50, an denen lizenzierte Amateurpaare Punkte sammeln können. Der hiesige Event wird von den Happy Dancers Baden organisiert. Wie erfolgreich behaupten sich die Aargauer Paare in der Schweizer Tanzsportszene? OK-Präsident Philipp Weber: «Unsere Region ist zurzeit sicher keine Hochburg der Sieger.» Obenauf schwingen einzig die Geschwister Angela und Fabio Landolfi aus Kölliken, die heuer Dritte wurden.

Als Gewinner der Schweizer Meisterschaften 2013 figurieren sie zurzeit in der S-Klasse – der höchsten, die es gibt. Beide sind 18 und mitten in der Lehre. Jeden Abend trainieren sie mindestens zwei Stunden. «Ein strenges Pensum – aber für uns kein Problem», meint Angela, «Tanzen gehört für mich zum Leben wie das Atmen.» Das Paar wird von Sara Casini und Vincenzo Mariniello trainiert, die auf der aktuellen Weltrangliste zu den Top Twenty gehören. Ihr Traum? «Einmal in der Profi-Klasse mitzutanzen», sagt Angela und strahlt ihren Bruder an.

Es war eine Augenweide, die Paare über das Parkett schweben oder wirbeln zu sehen. Schnelle Schrittfolgen und rasante Drehungen charakterisieren die Latintänze (Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive); aufrechte und stolze Haltung, harmonische Bewegungen und trickreiche Fussarbeit gibt es beim Standardprogramm (Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Foxtrott, Slowfox und Quickstep) zu sehen. Wichtiger Aspekt für die Wertungsrichter ist beim Standardtanz, dass die Tanzpartner ständigen Körperkontakt halten.

Die mit Swarovski-Steinen bestickten Damenroben aus Organza, Georgette und Satinstretch funkelten bei jeder Bewegung im Scheinwerferlicht. Anna und Rico Pisanello (B-Klasse Latin), das einzige Badener Paar im Wettbewerb, scheute das Licht der Öffentlichkeit und war nicht sehr optimistisch im Bezug auf seine Leistungen, erreichte aber den 12. von 15 Plätzen. Ricos Beruf würde man nie erraten, wenn er geschmeidig über die Tanzfläche gleitet: Er ist nämlich Metzger.