Bauexperten schätzen die Renovierungskosten für die kommenden 30 Jahre auf 20 Millionen Franken, wie die Staatskanzlei Aargau am Freitag mitteilte. Aus eigener Kraft sei es der Klostergemeinschaft nicht möglich, die Arbeiten zu finanzieren.

Die barocke Klosteranlage mit ihren zahlreichen Nebengebäuden und speziell die technischen Installationen müssten dringend saniert werden. Dies habe eine Zustandsbeurteilung von Spezialisten für historische Bauten in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege ergeben.

Klosterbetrieb seit über 880 Jahren

Im Kloster Fahr leben seit über 880 Jahren Ordensfrauen nach der Regel des heiligen Benedikts. Seit seiner Gründung im Jahr 1130 bildet das Kloster zusammen mit dem Kloster Einsiedeln im Kanton Schwyz ein Doppelkloster.

Der Schwesterngemeinschaft steht eine Priorin vor. Die Benediktinerinnen führen heute mit rund 40 Mitarbeitenden verschiedene Produktions- und Dienstleistungsbetriebe. Dazu gehören ein Restaurant, ein Klosterladen sowie ein naturnaher Landwirtschafts-, Obst- und Weinbaubetrieb.

Bei der Gründung des Kantons Aargau und der Errichtung der neuen Kantonsgrenze 1803 kam das Gebiet um das Kloster Fahr zum Kanton Zürich. Für die Klosteranlage schuf man jedoch eine aargauische Exklave. Seit dem 1. Januar 2008 ist das Kloster Fahr Teil der aargauischen Gemeinde Würenlos; es ist von der Zürcher Gemeinde Unterengstringen umgeben. (sda)