Spreitenbach
Aargauer Rentner tötete Frau und Enkel (4): Motiv bleibt ein Rätsel – Verfahren eingestellt

In der Nacht auf den 16. Februar 2018 waren in einer Wohnung in Spreitenbach ein Ehepaar im Alter von 77 und 55 Jahren sowie der vierjährige Enkel der Ehefrau tot aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Baden hat inzwischen die Untersuchung im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt abgeschlossen und das Verfahren eingestellt.

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Das Tötungsdelikt von Spreitenbach AG vom 16. Februar wird nicht restlos geklärt werden. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren im März 2019 eingestellt. In diesem Wohnblock am Glattlerweg kam es in der Nacht auf den 16. Februar 2018 zu einem Familiendrama.
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Die umfangreichen Ermittlungen haben ergeben, dass der 77-jährige Mann zuerst seine 55-jährige Ehefrau erschossen und später deren vierjährigen Enkel getötet hatte.
Der Knabe wies auch Stichverletzungen durch ein Küchenmesser auf.
Gestützt auf die rechtsmedizinische Untersuchung muss davon ausgegangen werden, dass der 77-Jährige nach der Tötung des Jungen in suizidaler Absicht eine grosse Menge Tabletten einnahm...
... und schliesslich an akutem Herzversagen in Kombination mit den eingenommenen Tabletten starb.
Die Staatsanwaltschaft Baden hat das Verfahren gegen den Verstorbenen wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung eingestellt.
Ein klares Motiv für die Tat konnten die Strafverfolgungsbehörden nicht ermitteln.
Blick auf die Wohnungstür: Der Ehemann war Schweizer (77). Die Ehefrau (55) und der Knabe (4) besassen die peruanische Staatsangehörigkeit.
Blick auf den Wohnblock am Glattlerweg, wo es zum Drama kam: Die umfangreichen Ermittlungen haben ergeben, dass der 77-jährige Mann zuerst seine 55-jährige Ehefrau erschossen und später deren vierjährigen Enkel getötet hatte.
Die Wohnung war verschlossen. Es musste ein Schlüsseldienst beigezogen werden. Im Innern stiessen die Polizisten auf die drei leblosen Personen.
Die Polizei stellte eine Schusswaffe in der Wohnung sicher.
Ein Journalist vor der versiegelten Tür.

Das Tötungsdelikt von Spreitenbach AG vom 16. Februar wird nicht restlos geklärt werden. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren im März 2019 eingestellt. In diesem Wohnblock am Glattlerweg kam es in der Nacht auf den 16. Februar 2018 zu einem Familiendrama.

Keystone/MELANIE DUCHENE

Drei Tote – Grosseltern mit Enkelkind – wurden vor etwas mehr als einem Jahr im Glattlerpark in Spreitenbach gefunden: Es war ein Tötungsdelikt, das viele Fragen aufwarf, die auch bis heute nicht gänzlich geklärt werden konnten. Nun hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt.

Die umfangreichen Ermittlungen der Kantonspolizei Aargau und die von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen rechtsmedizinischen Gutachten haben ergeben, dass der 77-jährige Mann zuerst seine 55-jährige Ehefrau erschossen und später deren vierjährigen Enkel getötet hatte. Der Knabe wies auch Stichverletzungen durch ein Küchenmesser auf.

Gestützt auf die rechtsmedizinische Untersuchung muss davon ausgegangen werden, dass der 77-Jährige nach der Tötung des Jungen in suizidaler Absicht eine grosse Menge Tabletten einnahm und schliesslich an akutem Herzversagen in Kombination mit den eingenommenen Tabletten starb.

Motiv bleibt unbekannt

Ein klares Motiv für die Tat konnten die Strafverfolgungsbehörden nicht ermitteln. Die Staatsanwaltschaft Baden hat das Verfahren gegen den Verstorbenen wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung eingestellt. Die Einstellungsverfügung ist rechtskräftig.

In der Nacht auf den 16. Februar 2018 waren in einem Wohnblock am Glattlerweg in Spreitenbach ein Ehepaar im Alter von 77 und 55 Jahren sowie der vierjährige Enkel der Ehefrau tot aufgefunden worden. Von Beginn weg wies die Situation in der Wohnung gemäss Polizei auf ein Gewaltverbrechen hin.

(edi)