Leichtathletik

Aargauer Sprinttalent Tim Uhlir startet mit Bestzeit in die Saison

Tim Uhlir sprintet am Tägi-Meeting in Wettingen zum Sieg über 50 Meter.

Tim Uhlir sprintet am Tägi-Meeting in Wettingen zum Sieg über 50 Meter.

Der 18-Jährige Badener sprintete am Tägi-Meeting über 50 Meter in starken 6,08 Sekunden zum Sieg.

Disziplin und Konzentration, das ist es, was den jungen Mann erfolgreich macht. Und so wirkt Tim Uhlir auch im Gespräch. In seiner Jugend probierte er verschiedene Sportarten aus, doch nichts habe ihm so richtig zugesagt, erzählt er.

Weil seine Mutter auch Leichtathletik betrieben hatte, probierte er es ebenfalls – und fand auf Anhieb Gefallen daran. Weil er so ehrgeizig und fokussiert auf seine Leistung sei, wäre ein Mannschaftssport eher nichts für ihn. «In der Leichtathletik bin ich selber verantwortlich», erklärt der Sprinter der LV Wettingen-Baden.

Immer das Ziel vor Augen

Auch privat fokussiert er sich auf das Wesentliche. Im Moment absolviert er das letzte Jahr an der Kantonsschule in Wettingen. Danach möchte er Medizin studieren. Da werde von ihm wieder einiges abfordern. «Ich werde mich selbstständig für den Numerus clausus vorbereiten. Denn ich verlasse mich gerne auf mich selber», sagt er. Dass seine Freundin ebenfalls Medizin studieren will, dürfte ihn dabei motivieren.

In der Leichtathletik trainierte Uhlir nur zu Beginn noch verschiedene Disziplinen. Bereits seit vier Jahren legt er den Schwerpunkt auf die Sprintdisziplinen 100 und 200 Meter. «Da habe ich von Anfang an gemerkt, dass ich vorne mithalten kann. Darum konzentriere ich mich nun auf den Sprint. Ich bin kein Mensch, der sich zu breit abstützen will», erklärt das Sprinttalent.

An der nationalen Spitze

Tim Uhlir wurde 2015 als Läufer der LV Wettingen-Baden über 200 Meter Schweizer Meister in seiner Kategorie der U20 und Vizemeister über 100 Meter. Letztes Jahr holte er zwei Silbermedaillen über beide Distanzen. Auch bei den Aktiven kann er bereits ganz vorne mitmischen.

Die Konkurrenz beunruhigt ihn nicht, sondern stachelt ihn vielmehr an. So sieht es ebenfalls sein Trainer Lars Pissoke, früher selber ein erfolgreicher Sprinter: «Wenn er gesund bleibt, dann kann er noch schneller werden. Er ist sehr ehrgeizig und muss noch lernen zu verlieren», erklärt er augenzwinkernd.

«Ich setze alles daran, um meine Ziele zu erreichen», formuliert es Uhlir in seinen Worten. Umso härter sei es darum für ihn, wenn er nicht reüssiere. Noch ist die persönliche Bestzeit des Trainers um drei Hundertstelsekunden besser als die seines Schützlings. Doch das soll sich diese Saison ändern.

Nur wer Tim Uhlir kennt, weiss, wie sehr er sich ärgerte, als er die Limite für die U20-Weltmeisterschaften um eine Hundertstelsekunde verpasste. Doch schon hat er das nächste Ziel fest im Visier: Im Sommer will er an der U20-EM in der Toskana sowohl über 100 als auch 200 Meter und mit der Staffel starten.

Doch mit zwei starken Zeiten über die eher selten gelaufene kurz Sprint-Distanz von 50 Metern ist er am Hallenmeeting im Tägi in Wettingen gut ins neue Jahr gestartet. Für den jungen Sprinter auch ein hoffnungserweckender Saisonbeginn.

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