Baden
Ab Dezember 2013 soll Linie 13 durch den Baregg

Mit der neuen Buslinie zwischen Dättwil und Neuenhof soll vorzeitig auf die verminderten Verkehrskapazitäten wegen der Baustelle am Schulhausplatz reagiert werden. Die Kosten für die Linie 13 bewegen sich zwischen einer halben und 1,5 Millionen.

Roman Huber
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Eigentlich war der geplante Zusammenschluss mit Neuenhof im Vordergrund gestanden, als Regula Dell'Anno im März 2010 ihr Postulat eingereicht hatte. Die ehemalige SP-Einwohnerrätin (und Ratspräsidentin) führte natürlich auch verkehrstechnische Überlegungen ins Feld, die diese neue Tangentiallinie von Dättwil durch den Bareggtunnel nach Neuenhof rechtfertigen würden. Jetzt liegt ein Projekt vor.

Neue Tangentiallinie Dättwil-Neuenhof Grafik: Elia Diehl

Neue Tangentiallinie Dättwil-Neuenhof Grafik: Elia Diehl

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Einwohnerrat hat zu beschliessen

Der Stadtrat legt zwar erst einen Zwischenbericht vor, da es noch einiges abzuklären gilt. Doch der Einwohnerrat soll jetzt den Stadtrat beauftragen, das Projekt weiterzuverfolgen. «Unser Ziel wäre, auf den Fahrplanwechsel 2013/2014 einen Versuchsbetrieb zu starten», erklärt Stadtammann Stephan Attiger.

Die Kosten für diese Linie 13 würden zwischen 500 000 (Halbstunden-) und 1,47 Millionen Franken (Viertelstundentakt) betragen. Vorgesehen ist ein Versuchsbetrieb über drei Jahre, damit also über die ganze Bauzeit der Verkehrsprojekte in Baden. Die Kosten, die für die Stadt Baden anfallen, wären davon abhängig, wie viel die andern Gemeinden sowie der Kanton beisteuern und wie viel die Einnahmen aus den Fahrkarten bringen würden.

Entlastung bei Schulhausplatz-Bau

Mit der Bauerei, die mit den Projekten Baden Zentrum und der Neugestaltung des Schulhausplatzes bevorstehen, werden die Verkehrskapazitäten auf 70% beschränkt, prognostizieren die Verkehrsfachleute beim Kanton. «Damit man vorzeitig darauf reagieren kann, müsste ein Versuchsbetrieb spätestens auf den Fahrplanwechsel 2013/2014 erfolgen, erklärt Attiger. Er sieht eine Linie durch den Bareggtunnel als eines der Zusatzangebote, die während dieser Bauarbeiten notwendig würden. «Die Tangentiallinie durch den Baregg könnte dazu beitragen, das Zentrum zu entlasten.»

«Die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen unterstützen das Vorhaben», sagt ihr Direktor Stefan Kalt. Die neue Linie würde ausserdem den Bahnhof Neuenhof ans Busnetz bringen. Der Anschluss an die Limmattalbahn wird als Option genannt, falls diese von Killwangen her Richtung Baden verlängert würde. Von Dättwil her wäre ein Anschluss an die S-Bahn möglich, ohne ins Zentrum Baden fahren zu müssen.

«Richtung Neuenhof steht die vierte Fahrbahn der A1 als Regionalspur zur Verfügung, Richtung Bern müsste eine Normalspur benutzt werden», steht in der Vorlage an den Einwohnerrat. Das wiederum bedingt die Bewilligung des Bundes.

Die Mellingerstrasse als Zubringer vom Rohrdorferberg und Reusstal her gilt im Entwurf zum Kommunalen Gesamtplan Verkehr als Schwachstelle. Die Bus-Tangentiallinie (Dättwil-Neuenhof) wird als Entlastungsmassnahme aufgeführt.