Gebenstorf

Ab sofort ist kein Camping mehr im Reussbädli erlaubt

Mit Bewilligung durfte im Reussbädli übernachtet werden. Das ist nun vorbei.

Mit Bewilligung durfte im Reussbädli übernachtet werden. Das ist nun vorbei.

Die Gemeinde Gebenstorf bewilligt ab sofort keine Übernachtungen mehr im Reussbädli – wegen Lärm und Littering.

Um auf der grossen Wiese im Flussbad «Reussbädli» in Gebenstorf übernachten zu dürfen, brauchte es bisher eine Bewilligung der Gemeinde. «Davon machten vorzugsweise Schulklassen und diverse Institutionen Gebrauch», erklärt der Gebenstorfer Gemeindeschreiber Stefan Gloor. Dies, wenn sie zum Beispiel eine Schlauchbootfahrt mit einer Übernachtung im «Reussbädli» krönen wollten.

Das ist nun nicht mehr möglich. Die Gemeinde hat mitgeteilt, dass sie keine Bewilligungen mehr ausstellt. Der Grund liegt im Verhalten der Nutzniesser: «Wir haben vermehrt schlechte Erfahrungen mit Lärm und Littering gemacht», sagt Gloor. «Der Abfall wurde oft einfach liegen gelassen.»

Gestörte Nachtruhe

Natürlich habe es auch viele gegeben, die sich an das Reglement, das die Gemeinde zu jeder Bewilligung auch schriftlich mitgab, gehalten haben: «Vor allem bei Klassen mit jüngeren Schülern, bei denen Alkohol und Raucherwaren noch keine Rolle spielen, hatten wir keine Probleme.»

Dass Menschen an schönen Abenden bis 22 Uhr noch auf der Wiese seien und Spass haben, das würde die Gemeinde weiterhin dulden. Aber wenn die Nachtruhe gar nicht eingehalten werde und bereits in den frühen Morgenstunden wieder Lärm zu hören sei, «dann stört das vor allem auch die dortigen Anwohner», so Gloor.

Nun hat die Gemeinde die Reissleine gezogen und sieht sich zu diesem Schritt gezwungen: «Wir wollen das nicht mehr», sagt Gloor. «Wir werden eine Tafel aufstellen, die darauf hinweisen wird, dass Zelten und Campieren verboten ist.» Personen, die das Verbot missachten und trotzdem auf der Wiese übernachten, werden von der Polizei weggewiesen und gemäss Reglement mit einer Busse bestraft.

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