Wettingen/Reinach
Absurde Situation im Lockdown: Sind die Dessous günstig, darf der Laden offen haben

Welche Artikel trotz Laden-Lockdown verkauft werden dürfen, ist nicht immer klar. Das zeigt zum Beispiel der Fall des Dessous-Geschäfts «Sotto Sopra» in Wettingen.

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Der zweite Schweizer Lockdown hat am Montag begonnen. Geschäfte, welche nicht alltägliche Ware verkaufen, müssen geschlossen haben. Mit den neuen Regeln kommt aber auch Verwirrung.

Das «Sotto Sopra» in Wettingen wäre für die Kunden bereit – doch die Türen bleiben geschlossen. Denn Monika Bächli dürfte nicht ihr gesamtes Sortiment verkaufen. Laut Covid-Verordnung des Bundes ist der Verkauf von Strumpfwaren und Unterwäsche zulässig, sofern es sich nicht um hochpreisige Ware handelt. «Die ganz normale Alltagsunterwäsche dürften wir verkaufen», erzählt Bächli. Die Loungeware und Pyjamas seien vom Verkauf hingegen ausgeschlossen.

«Massnahmen gehen mir zu wenig weit»

Welche Unterwäsche vom Regal genommen werden muss, ist Monika Bächli nicht klar. Eines weiss sie aber: Der Verkauf würde sich nicht rentieren.

Auch in Reinach führen die neuen Anordnungen zu Verwirrung. Der Spielwarenhändler Heiz ist geschlossen, die zugehörige Papeterie darf geöffnet haben – mit limitiertem Sortiment. Eine 10er-Packung Caran d'Ache Kugelschreiber ist zum Verkauf freigegeben. Edelfüller derselben Marke sind davon ausgeschlossen. Wie es mit Ordnern und Geschenks-Verpackungen aussieht, weiss in Reinach bis heute niemand.

Beatrice Heiz von «Papeterie & Spielwaren Heiz» hat Verständnis für die Massnahmen, sagt aber: «Sie gehen mir zu wenig weit.» Mit Blick auf die geöffneten Skilifte fühle sie sich nicht fair behandelt. (wue)

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