Ennetbaden
Ach, wie so fein schmeckt uns der Wein

Rund 1000 Besucher liessen sich auch dieses Jahr die «Trottentage» nicht entgehen und degustierten fleissig, was die Reben und Keller der Region hergaben.

Rosmarie Mehlin
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«Das Trinkgeschirr, sobald es leer, macht keine rechte Freude mehr.» Was Wilhelm Busch auf den Punkt brachte, haben sich die Winzerfamilien Jürg, Martin und Michael Wetzel am Wochenende einmal mehr zu Herzen genommen und ein Glas Wein ums andere ausgeschenkt; während 22 Stunden. Nicht am Stück – bewahre –, verteilt auf Freitag, Samstag, Sonntag und auf gut und gerne 1000 Geniesserinnen und Geniesser.

Georg Stoller, Rentner aus Wettingen: «Wein bedeutet für mich Lebensqualität. In Massen getrunken, ist er ein sehr angenehmer Begleiter. An den ‹Trottentagen› bin ich längst Stammgast, denn Aargauer Weine sind mir, nebst dem Tessiner Merlot, die liebsten.»
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Ekaterina Pomjakushina, Chemikerin aus Ennetbaden: «Wein macht gute Laune und am besten schmeckt er mir zu einem feinen Essen. Mein Mann und ich trinken auch sehr gerne französische und italienische Weine. Den ‹Trottentagen› sind wir seit vielen Jahren treu.»
Kevin Hörth, Elektriker aus Kaisten: Wein ist ein Genuss, den man sich nicht jeden Tag gönnt. Der Moment und die Umgebung müssen stimmen; alleine trinke ich nicht gerne. Ich bin ein Wein-Neuling und durch einen Kollegen zum ersten Mal hierhergekommen.»
Reto Pieren, Service Manager aus Kirchdorf: «Wein bedeutet Genuss, Entspannung und zu einem guten Essen gehört einfach ein guter Wein. Die ‹Trottentage› besuche ich regelmässig, weil mir Pinot Noir besonders mundet und davon findet man hier ganz ausgezeichnete.»
Ursula Zumsteg, Hausfrau aus Gebenstorf: «Ich trinke sehr gerne einen feinen Tropfen, habe von meinem Mann auch viel über Weine gelernt. Da mich Weisswein nicht mehr gut schlafen lässt, bevorzuge ich den Roten. Wobei mir der aus dem Eichenfass weniger schmeckt.»

Georg Stoller, Rentner aus Wettingen: «Wein bedeutet für mich Lebensqualität. In Massen getrunken, ist er ein sehr angenehmer Begleiter. An den ‹Trottentagen› bin ich längst Stammgast, denn Aargauer Weine sind mir, nebst dem Tessiner Merlot, die liebsten.»

Rosemarie Mehlin

So viele Besucher haben die «Trottentage» – seit 1996 ein Fixpunkt im Leben zahlreicher Liebhaber von Aargauer Weinen – heuer erneut in die Ennetbadener Spitaltrotte gelockt. Während in den grossen Tanks im Keller 130 000 Liter Trauben gären und zu 120 verschiedenen Weinen heranreifen, konnten im Parterre rund 40 Sorten und raffiniert gekelterte Varianten edler Tropfen degustiert werden. Fachgespräche und reger Meinungsaustausch gehörten ebenso dazu, wie – zum «Bödele» – Brot, ein Stückchen Grand Cru-Schoggi oder ein Burgunder Rauchlachs-Häppchen: Der kommt mit Pinot Noir mariniert in den Rauch und wurde von Räuchermeister Hugues Armbruster aus Killwangen extra für die «Trottentage» kreiert.

Während Mami und Papi nicht zu tief, aber mit Hochgenuss ins eine und andere Glas blickten, wurde der Nachwuchs in einer Spielecke bei Laune gehalten. Wenn ein Magen allzu heftig knurrte, wurde in der oberen Etage mit Wurst, Hamburger, Crevettenspiess vom Grill oder aber einem Stück Kuchen Abhilfe geschaffen, um sich danach gestärkt erneut ins Degustations-Abenteuer stürzen zu können: Pinot, Chardonnay, Riesling-Silvaner, Garanoir, Malbec, Diolinoir, Zweigelt, Merlot, Cabernet-Dorsa – Reserve, Auslese, Barrique, Cuvée classique – zuerst in die Nase, dann auf die Zunge, in den Gaumen und sachte die Kehle hinunter.

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