Baden

Affäre Geri Müller: «Vielleicht ist eine Mediation das einzige Mittel»

Geri Müller wird für Baden vorläufig keine Repräsentationsaufgaben wahrnehmen.

Geri Müller wird für Baden vorläufig keine Repräsentationsaufgaben wahrnehmen.

Noch ist unklar, wer die gestern Montag beschlossene Mediation zwischen Geri Müller und dem Badener Stadtrat leitet. Für den erfahrenen Mediator Markus Leimbacher ist dieser Prozess «vielleicht das einzige Mittel, die Situation zu lösen».

Bei der ersten Sitzung mit Geri Müller, seit die Nacktselfie-Affäre vor gut drei Wochen publik wurde, hatte der Stadtrat eine Mediation beschlossen. Wer diesen Prozess leiten wird, wann die erste Mediationssitzung stattfindet, wie die Zielsetzung genau lautet und bis wann sich der Stadtrat Zeit gibt, die verfahrene Situation zu lösen, wollte Jacqueline Keller Borner, Leiterin Kommunikation der Stadt Baden, auf Anfrage nicht beantworten.

«Zu Fragen betreffend Vorgehen der Mediation möchte sich der Stadtrat nicht äussern», sagt Keller Borner. Offen bleibt damit auch, wer die Idee einer Mediation im Stadtrat eingebracht und beantragt hat. Die Kommunikationschefin sagt dazu nur soviel: «Sie wurde vom Gesamtstadtrat beschlossen und hat zum Ziel, sobald als möglich zu einer für Baden tragfähigen Lösung zu kommen».

Doch wie gross sind überhaupt die Erfolgschancen einer solchen Mediation? Markus Leimbacher, selber erfahrener Mediator und Anwalt mit Kanzlei in Brugg, sagt dazu gegenüber Radio Argovia: «Vielleicht ist eine Mediation das einzige Mittel, das man anwenden kann.» Leimbacher ergänzt, es gebe im Fall um Geri Müller derzeit zwei unverrückbare Positionen im Stadtrat. «Da kann es durchaus hilfreich sein, wenn man versucht, die Situation mit einem externen Mediator zu lösen.»

Meistgesehen

Artboard 1