Affäre Müller
Affäre Müller: Für Badener Parteien stellt sich die Rücktrittsfrage

Die Affäre um den Aargauer Nationalrat und Badens Stadtammann Geri Müller dreht sich weiter. Nun äussern sich die anderen Stadtparteien. SVP und FDP wollen von Geri Müller, dass er sich erklärt respektive detaillierter Stellung nimmt.

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Geri Müller in seinem Büro im Badener Stadthaus.

Geri Müller in seinem Büro im Badener Stadthaus.

Alex Spichale

Die Verantwortlichen des Teams Baden, für die Müller auf lokaler Ebene politisiert, sowie von den Badener Grünen, lassen ihren Stadtammann nicht einfach so fallen. Müllers Verhalten allerdings jetzt schon zu werten, «wäre vorschnell und nicht seriös». Zuerst müsse der Faktengehalt der Vorwürfe geprüft werden (siehe dieser Artikel).

Stadtparteien äussern sich

Entsprechend äusserten sich auch die anderen Stadtparteien auf Anfrage der az. Selbst die SVP ist der Meinung, Müller solle zuerst die Gelegenheit erhalten, sich zu erklären – auch wenn sich die Rücktrittsfrage aufdränge, sagt Präsident Serge Demuth.

Ähnlich tönt es bei der FDP, die 2012 den Stadtammannwahlkampf gegen Müller hauchdünn verlor. Präsident Matthias Bernhard: «Trotz Unschuldsvermutung ist es fraglich, ob Geri Müller noch tragbar ist.» Um die Antwort zu finden, trifft sich der FDP-Vorstand am Montagabend zu einer ausserordentlichen Sitzung.

Die CVP, die damals ebenfalls einen Ammannkandidaten stellte, wartet gemäss Präsident Simon Binder eine «klare und detaillierte Stellungnahme zu den einzelnen Vorwürfen» Müllers ab.

Bei der SP habe man diese «zur Kenntnis genommen», sagt Andrea Arezina vom Vorstand. Es stehe Aussage gegen Aussage, was zuerst untersucht werden müsse. (trö)

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