Baden

Afterwork-Fieber hat den Club Joy des Grand Casino noch nicht gepackt

Jeden letzten Donnerstag im Monat lädt das «Joy» zur Afterwork-Party ein – der grosse Ansturm blieb bisher aus. zvg

Jeden letzten Donnerstag im Monat lädt das «Joy» zur Afterwork-Party ein – der grosse Ansturm blieb bisher aus. zvg

Im Dezember 2012 wurde mit dem Umbau des Grand Casinos Baden auch das Joy als Event Lounge wiedereröffnet. Monatliche Afterwork-Partys mit den Duelling Pianos sollen dort viele Gäste anlocken. Doch die blieben bisher aus.

Nach der Absage für die Lizenz des Zürcher Casino-Projektes sucht die Stadtcasino Baden Betriebs AG Mittel und Wege, um sich neben dem Spielbetrieb als House of Entertainment ein neues Standbein zu verschaffen und breiter zu positionieren. Mit viel Glamour und einem Konzert der einstigen Chartbreaker Hot Chocolate wurde im Dezember 2012 der 7-Millionen-Umbau der Casino-Räumlichkeiten inklusive Wiedereröffnung des legendären Clubs Joy gefeiert. Zusammen mit der Badener Event AG Party Pur finden dort seither regelmässig Weekend-Partys statt, die vorwiegend das junge Publikum ansprechen.

Gemeinsam rief man 2013 sogenannte Afterwork-Partys ins Leben, die jeweils am letzten Donnerstag des Monats stattfinden. Dafür wurden extra die Spitzenpianisten Borelli & Owen engagiert. Sie sorgen mit ihrer Duelling-Piano-Show für Stimmung. Doch das grosse Publikum bleibt auch nach der zweiten Veranstaltung aus. Carsten Grabner, Direktor der Stadtcasino Baden Betriebs AG: «Wir haben ein Mailing an sämtliche umliegenden Firmen geschrieben und unser Angebot präsentiert. Hierauf hätten wir eine höhere Resonanz erwartet. Wir sind uns jedoch sicher, dass wir mit geeigneten Marketingmassnahmen noch einen deutlich besseren Zugang zu den Arbeitnehmern in der Region finden werden.»

Zugpendler sind ideale Kunden

Fehlt in Baden die Afterwork-Kultur? Thomas Lütolf, Leiter Standortmarketing verneint. «Es gibt hier viele Lokale, in denen nach Feierabend noch gechillt wird. Zum Beispiel im ‹Hirschli›, ‹Mojo› und ‹Pickwick›.» Die Limmatstadt verfüge dank der vielen Zugpendler, die mit dem Zug nach Hause gehen, und der Masse von Heimkehrenden, die auswärts arbeiten, sogar über ein extrem grosses Kundenpotenzial für Feierabend-Veranstaltungen. «Wichtig ist, dass man auf dem Heimweg keine Umwege machen muss und die Angebote unkompliziert sind.» Grabner und CEO Detlef Brose stehen hinter ihrem Konzept. Die Casinoleitung ist überzeugt, dass sich bis im Herbst mehr Gäste einfinden werden, als bisher. Die Badener seien eigentlich ziemlich schnell für etwas zu begeistern und Geselligkeit habe einen hohen Stellenwert, sagt Lütolf. «Aber Rituale, die Leute regelmässig an einen Ort ziehen, wie im Sommer der Biergarten, brauchen schon etwas Zeit.»

Die Duelling Pianos sind bis Ende Jahr gebucht. Spätestens dann wird sich zeigen, ob das neue Entertainment Tool des Grand Casino Baden Top oder Flop ist. Carsten Grabner: «Diejenigen, die bis jetzt bei uns waren, haben es genossen. Vor allem, dass im Joy nicht nur Barbetrieb herrscht, sondern Unterhaltung auf höchstem Niveau geboten wird.»

Nächste Afterwork-Party mit Borelli & Owen im Club Joy, Grand Casino Baden: Donnerstag, 25. April 2013, ab 17.30 Uhr.

Meistgesehen

Artboard 1