Baden
Aktiengesellschaft mit 100'000 Franken Kapital übernimmt Krippe Häsliburg

Der Verein «Hoi Börzel» will die konkursite Kinderkrippe Häsliburg übernehmen. Doch noch sind nicht alle Punkte geklärt. Doch wenn alles nach Plan läuft, wird die Krippe unter neuem Namen ab Montag, 6. Mai, wieder Krippenplätze anbieten.

Martin Rupf
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Seit dem 22. April zu: Die ehemalige Kinderkrippe Häsliburg an der Mellingerstrasse in Baden. Martin Rupf

Seit dem 22. April zu: Die ehemalige Kinderkrippe Häsliburg an der Mellingerstrasse in Baden. Martin Rupf

Am Montagabend hätte die Arbeitsgruppe rund um die konkursite Kinderkrippe Häsliburg eigentlich über den definitiven Entscheid zur Wiederaufnahme des Krippenbetriebs berichten wollen. Doch die betroffenen Eltern müssen sich noch etwas gedulden. «Es sieht sehr gut aus, doch es müssen noch einige Punkte geklärt werden», sagt Bernhard Schmid, Vertreter der Arbeitsgruppe.

Soviel kann Schmid bereits verraten: «Wenn alles nach Plan läuft, wird die Krippe unter neuem Namen ab Montag, 6. Mai wieder Krippenplätze anbieten. «Wir haben eine vertrauenswürdige, etablierte Betreiberin gefunden, hinter der als Trägerschaft eine Aktiengesellschaft steht.»

Die AG sei von verschiedenen Badener Kapitalgebern gegründet worden und verfüge über ein Aktienkapital von mindestens 100'000 Franken. «Wer die Kapitalgeber sind, will und kann ich zurzeit noch nicht sagen, weil die AG zurzeit noch in Gründung ist und sonst die Wiederaufnahme des Krippenbetriebs gefährdet wäre», sagt Schmid.

Bei der Betreiberin handle es sich um den Verein «Hoi Börzel», sagte Peter Conrad am Samstagabend gegenüber Radio Argovia. Der Verein führt im Kappelerhof eine Krippe, die pro Tag rund 16 Kinder betreut.

«Aufgrund von Abmeldungen nach dem Konkurs und der zum Teil schwachen Gesamtauslastung an den beiden Standorten im Kehl und an der Mellingerstrasse hat sich die Arbeitsgruppe entschieden, nur den Standort an der Mellingerstrasse weiterzuführen», sagt Schmid.

Die Wiederaufnahme des Betriebs am kommenden Montag hänge insbesondere auch davon ab, ob das Konkursamt die Räumlichkeiten bis Ende Woche wieder freigebe. «Wir brauchen mindestens einen Tag für die Vorbereitung.»

Auffallend: In der Arbeitsgruppe zur Rettung der Kinderkrippe sind mit Bernhard Schmid und Peter Conrad gleich zwei CVP-Vertreter mit von der Partie. Steckt da etwa politisches Kalkül – Stichwort Wahlherbst – dahinter?

Schmid: «Nein, ganz bestimmt nicht. Das ist purer Zufall. Es wäre auch völlig unangebracht, auf dem Buckel betroffener Eltern und Kinder Wahlkampf zu betreiben», stellt Schmid klar.

Er habe einen 6-Punktplan aufgestellt, denn er zuerst Punkt für Punkt abarbeiten müsse, sagt Rudolf Bochsler, Vereinspräsident «Hoi Börzel».

Mit seiner Frau Barbara Bochsler führt er seit knapp drei Jahren die Kinderkrippe «Hoi Börzel». Zusammen mit acht Mitarbeitenden werden dort pro Tag rund 16 Kinder betreut. «In den letzten Tagen haben wir in der Arbeitsgruppe Tag und Nacht für eine Lösung gearbeitet», sagt Bochsler.

«Nach dem Konkurs der Kinderhaus Häsliburg GmbH ging eine Mail an alle Krippen in Baden; daraufhin haben wir unser Interesse kundgetan.»

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