Alex Meier posiert auf dem Kunstrasen des Sportstadions Esp für den Fotografen. Er setzt sich, geht in die Knie und sagt lachend: «Auf diesem Rasen kann man das auch mit hellen Hosen tun, ohne dass man Grasflecken bekommt.»

Der Bau des Stadions war eines der grossen Projekte, das Alex Meier vonseiten der Stadt Baden in den über 42 Jahren seines Wirkens betreuen durfte. Er erzählt begeistert: «Der Platz kann jetzt das ganze Jahr genützt werden. Früher lag er im Winter einfach brach.»

Stolz zeigt er ein Zertifikat, das er von Fifa-Chef Sepp Blatter erhalten hat. Es bestätigt, dass das Esp über einen Kunstrasen der 3. Generation verfügt – eine Auszeichnung.

Heute hat Meier seinen letzten Arbeitstag. Es werde wohl doch etwas emotional werden, meint er, auch wenn er mit gut 63 Jahren freiwillig gehe. «Ich glaube, meine Kollegen haben einiges für mich geplant.»

Langweilig werde es ihm aber auch nach der Pensionierung nicht. Er freue sich, mehr Zeit im Ferienhaus im Engadin verbringen zu können. Auch das Velo werde hoffentlich öfter zum Einsatz kommen.

Ausserdem will er sein Englisch auffrischen und Italienisch lernen und nicht zuletzt Zeit mit seinen drei Enkelkindern verbringen.

Quartier mit gestaltet

Mit 21 Jahren kam Alex Meier zur Stadt Baden. Er hatte Tiefbauzeichner gelernt. «Ich wollte für zwei bis drei Jahre bleiben – jetzt sind daraus über 40 Jahre geworden.» Aufgewachsen in Rütihof, ist Alex Meier diesem Badener Aussenquartier bis heute treu geblieben.

Dort sind auch seine beiden Töchter aufgewachsen. «Als ich bei der Stadt angefangen habe, kam ich in eine dynamische Zeit», erzählt Meier. Er konnte Rütihof und Dättwil aktiv mitgestalten, neue Quartiere entstanden, wie der Segelhof oder der Breitacker.

Schnell waren die ersten fünf Jahre vorbei und die Aufgaben blieben interessant. Meier, der schon immer sportbegeistert war und während 20 Jahren die Junioren des FC Badens trainierte, wurde verantwortlich für den Betrieb und den Unterhalt der Sportanlagen.

«Das ist eine sehr schöne Aufgabe», sagt er. Man könne vielen Menschen eine Freude machen. So zum Beispiel mit dem Bau der Rutschbahn im Terrassenbad oder der Sanierung der Leichtathletik-Rundbahn in der Aue.

Freude an den Menschen

Immer mehr wurde Meier auch zur Ansprechperson für die Sportvereine. Während Jahren hat er sich für die Einsetzung eines Sportkoordinators starkgemacht und ist froh, dass es einen solchen heute gibt.

In den letzten Jahren kam die Neugestaltung der Spielplätze dazu. Auch dies ein dankbarer Job. «Es ist schön, wenn man sieht, wie die Kinder mit grosser Freude einen neuen Spielplatz in Beschlag nehmen und man Wünsche erfüllen kann», sagt Meier.

Die Arbeit hat Alex Meier immer Spass gemacht. Eigentlich, so sagt er, habe er im Laufe seines Arbeitslebens bei der Stadt immer mal wieder die Stelle gewechselt, neue Aufgaben übernommen, sich in neue Abteilungen und Teams eingelebt.

Jetzt sind dann Ferien angesagt. Im September reisen er und seine Frau für einen Monat nach Griechenland. «Wir werden verschiedene Inseln besuchen und diese mit dem Roller entdecken. Darauf freue ich mich sehr.»