Der Schweizerische Lateintag schrieb letzten Samstag ein Stück Wettinger Kulturgeschichte: Weder die Kälte noch der Regen hielten über 500 Besucherinnen und Besucher davon ab, an der sechsten Auflage des Lateintages teilzunehmen. Dieses Jahr fand der Event zum ersten Mal im Kloster Wettingen statt. Die Gäste widmeten sich im Kloster einen Tag lang dem faszinierenden Wirken der einstigen Weltsprache Latein – in 25 Referaten, Führungen, Konzerten und Workshops.

Mehrere Legionäre der Legio X begleiteten die öV-Benutzer zur Cafeteria im Kloster. Dort hiess das Streichorchester der Kantonsschule Wettingen mit Pachelbels Kanon die Gäste willkommen. Der Wettinger Regierungsrat Markus Dieth und Martin Schaub, Prorektor der Kanti Wettingen, eröffneten mit feierlichen Reden den kulturellen Grossanlass.

Auf den Spuren von Maris Stella

Fünf thematische Schienen führten das Publikum durch den Tag. In der Aula fanden Konzerte von Werken mit lateinischem Bezug statt, gespielt von Schülern der Kantonsschule. Begehrt und ausgebucht waren unter anderem die Klosterführungen auf den Spuren des Zisterzienserklosters Maris Stella Wettingensis.

Die Referentinnen und Referenten des Lateintags waren aus der ganzen Schweiz und auch aus dem nahen Ausland nach Wettingen gereist. Sie hielten in den Westschöpfen, der alten Mensa und im Kapitelsaal des Klosters zahlreiche Vorträge und Workshops zum faszinierenden Wirken der einstigen Weltsprache und der Protagonistin des Anlasses: der lingua latina. (AZ)