Baden

Allmend erhält Doppel-Chindsgi und Räume für Tagesstrukturen

Der Kindergarten Allmend heute.

Der Kindergarten Allmend heute.

Das bestehende Kindergartengebäude in der Allmend wird zur stimmigen Gesamtanlage erweitert. Das Projekt ist Teil von «Schulraum Baden 2020». Im Juli 2015 sollen die Bauarbeiten starten.

36 Kindergärtler werden für das Allmendquartier im Schuljahr 2016/2017 prognostiziert. Dafür wäre er der bestehende Bau definitiv zu klein. Das stimmige Kindergartengebäude der Architekten Funk und Fuhrimann aus dem Jahr 1966 soll darum um einen Kindergartenraum erweitert werden. Dieses Vorhaben figuriert als Teilprojekt im Gesamtprojekt «Schulraum Baden 2020», das der Einwohnerrat im Mai dieses Jahres verabschiedet hat.

Im selben Zuge werden die benötigten Räume für die Tagesstrukturen geschaffen, die derzeit in einem privaten Gebäude im Hirzenmätteli provisorisch untergebracht sind. Aufgrund der Dringlichkeit legte der Stadtrat den hierfür notwendigen Projektierungs- und Baukredit von 2 Millionen Franken ebenfalls im Mai dem Einwohnerrat zur Genehmigung vor. Im Juli 2015 ist der Baubeginn vorgesehen.

Wettbewerb auf Einladung

Weil auch architektonische Qualität gefragt ist, hat die Stadt Baden einen Wettbewerb im Einladungsverfahren durchgeführt. Alle drei Teilnehmenden Badener Büros haben die Aufgabe ähnlich gelöst. Das Büro Meier Leder gewann den Wettbewerb vor den Architekten Araseki und Hunkeler Hürzeler. «Die Herausforderung war es, auf den bestehenden Solitärbau richtig zu reagieren, die bestehende Qualität aufzunehmen und weiterzuführen und nicht einfach einen Ausbau zu realisieren», erklärt Architekt Rolf Meier das Besondere der Aufgabe.

«Wir versuchten aus dem Bestand heraus eine funktional und architektonisch optimale Entwicklung zu erreichen», beschreibt Meier das Resultat. Dies ist es denn auch, was die Jury im Bericht als ausschlaggebend für ihr Urteil darstellt. Das Projekt überzeuge architektonisch «durch eine hohe Kohärenz zwischen sensiblem Umgang mit dem Bestand und der Entwicklung einer zeitgemässen Erweiterung», heisst es. Das Projekt wird zudem als wirtschaftlich eingestuft.

Räumlich gut organisiert

Die Aufgabe an die Architekten lautete, ein Konzept zu erarbeiten, bei dem die Kindergärten, die Räume der Tagesstruktur und für Logopädie sowie Lehrerzimmer separat zugänglich sind. Alle drei Büros wählten dabei denselben Lösungsansatz: Sie positionieren die Erweiterung als längliches Rechteck westlich des bestehenden Gebäudes gegen die Familiengärten hin, womit sich ein L-förmiger Körper bildet.

Meier setzte den Zugangsbereich mit einem Treppenabgang an der Hägelerstrasse. Über eine gedeckte Vorzone gelangt man in die Eingangshalle, der eine zentrale Funktion zukommt. Laut Beurteilungsgremium muss die Schnittstelle zwischen altem und neuem Kindergarten räumlich noch optimiert werden.

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