Baden
Alpine Töne und Highland-Atmosphäre mit Max Lässer

Am Konzert von Max Lässer wurde in den vorderen Reihen getanzt. Bereits nach wenigen Sekunden waren die Zuschauer im Bann von Max Lässer, der zusammen mit seinem Überlandorchester am Samstagabend ein Konzert im Trafo Baden gab.

Daniela Poschmann
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Konzert Max Lässer
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Konzert Max Lässer
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Konzert Max Lässer

Daniela Poschmann

Alles hat mit einer sanften Gitarrenmelodie begonnen, begleitet von einem zarten Glockenspiel. Bereits nach wenigen Sekunden waren die Zuschauer im Bann von Max Lässer, der zusammen mit seinem Überlandorchester am Samstagabend ein Konzert im Trafo Baden gab. Da es zugleich das 10-Jahr-Jubiläum des Ensembles war, traten auch Nadja Räss, Corin Curschellas und andere Gäste auf.

Musik mit Allpenraum verbunden

Mit dem Stück «Überland» präsentierte Lässer gleich zu Anfang das Markenzeichen des Orchesters, und die Idee eine Musik zu kreieren, die unverkennbar mit dem Alpenraum verbunden ist. Eine visuelle Untermalung boten die Schwarz-Weiss-Fotos im Hintergrund, die oft ein wolkenverhangenes Bergland widerspiegelten. Die teils bizarren und unerwarteten Akzente einer Triangel, einer Mundorgel oder einer Bongo-Trommel sorgten für so manches Schmunzeln im Publikum. Rein musikalisch erinnerten die Lieder mit ihren Streichern, Glocken, Orgeln, Perkussions- und anderen Instrumenten aber ebenso an irische Folklore, sodass ein Hauch von Highland-Atmosphäre durch den Trafo- Saal wehte.

Sehr treffend drückte es Christina Schepper aus, die das erste Mal ein Konzert des Überlandorchesters besucht hat: «Mir gefällt ihre Spielfreude, ihr vielfältiges und präzises Spiel», sprudelt es aus der Bremgarterin heraus. «Es ist der Ursprung unserer Musik», fügt sie hinzu und vor allem die Handorgel und das Cello seien unglaublich.

Zwischen den Liedern plauderte Lässer aus dem Nähkästchen, erzählte von den vergangenen zehn Jahren, seit dem er mit dem Kern des Orchesters unterwegs ist. Dabei erwähnte er auch Momente, die zwar nicht geplant waren, aber zu neuen Stücken wie beispielsweise «IIgschneit» inspiriert haben. Und obwohl man untereinander so vertraut und familiär sei, verrät Lässer, sei die Musik nie dieselbe. «Es gibt Stücke, die haben wir schon 50-mal gespielt, aber sie tönen jedes Mal wieder anders.»

Trafo wurde zum Wildwest-Saloon

Das Konzert nahm im Laufe des Abends an Fahrt zu, verwandelte die Trafo-Halle kurzzeitig in einen amerikanischen Saloon und wartete in der zweiten Hälfte mit Gästen auf, die das Orchester teils gesanglich, teils instrumentell unterstützten. Darunter die Jodlerin Nadja Räss, die Sängerin Corin Curschellas und der Geiger Mathias Hecklen. Im Anschluss daran erfüllte Max Lässer einen Fan-Wunsch.

Er sei einmal gefragt worden, erzählt der seit 40 Jahren als Musiker tätige Zürcher, ob er nicht Tanzmusik spielen könnte. «Klar», sagte er, das könne er schön. «Ihr müsst nur tanzen.» Und so wurden schliesslich einige Platzreihen entfernt und die vom Sitzen etwas müde gewordenen Knochen mussten ran.

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