Baden

Als Orientierungsläufer die Stadt entdecken – zwei neue Parcours machen es möglich

Im Kurpark in Baden hat es sechs Posten, welche die Orientierungsläufer finden müssen. Bild: zvg

Im Kurpark in Baden hat es sechs Posten, welche die Orientierungsläufer finden müssen. Bild: zvg

Seit kurzem können Interessierte auf zwei unterschiedlichen Parcours des «Swiss-O-Finders» durch Baden laufen.

Auf einem Orientierungslauf die Stadt Baden erkunden – mit dem kürzlich lancierten «Swiss-O-Finder» ist das möglich. Das Konzept ist einfach: Interessierte müssen nur das entsprechende App herunterladen und schon haben sie die beiden Parcours samt Karte auf ihrem Handy.

Nach Aarau ist Baden die zweite Aargauer Stadt, die den «Swiss-O-Finder» lanciert hat. Auf der Spezialkarte Stadt Baden können eine kurze und eine längere Bahn spazierend, joggend oder in schnellem Tempo absolviert werden. Die 700 Meter lange Strecke mit sechs Posten startet im Kurpark; die 2,5 Kilometer lange Strecke beginnt in der Unteren Halde.

Die App unterstützt die Läufer und soll neugierig auf die gesunde Sportart Orientierungslauf machen, bei der es nicht nur um schnelle Beine, sondern auch ums klare Köpfchen geht. Denn hat man den Kopf nicht ganz bei der Sache und läuft den falschen Weg, so nützt das schnellste Tempo nichts.

Kostenloses App soll Bewegung fördern

«Ein sportlicher Startpunkt vor einem solch speziellen Gebäude und beim Eingang eines solch gepflegten Parkes, das gibt es wohl nirgendwo!» Mit diesen Worten begrüsste Christoph Wildhaber, Präsident des Aargauer Orientierungslauf-Verbandes (AOLV), die anwesenden Gäste der Stadt Baden, der Verbandspartner und des regionalen Klubs OLG Cordoba bei der Eröffnung des «Swiss-O-Finders» im Kurpark. AOLV-Präsident Christoph Wildhaber erwähnte in seiner Ansprache, wie wichtig es sei, dass die Sportart OL sich sichtbar mache – mit dem für alle kostenlosen «Swiss-O-Finder» sei dies möglich.

Diesen Input nahm auch Stadträtin Ruth Müri auf, indem sie betonte, dass sich Baden freue, künftig solch ein schönes Beispiel für die allgemeine Bewegungsförderung anbieten zu können. Auch sie hatte schon Erlebnisse mit Posten suchen und finden. In bester Erinnerung sei ihr, wie ihre Tochter sogar einmal medaillengeschmückt von einem Scool-Cup, der OL-Meisterschaft der Aargauer Schulen, nach Hause gekommen sei.

Nach den Ansprachen absolvierten die Eingeladenen die 700 Meter lange Strecke rund ums Grand Casino. Begleitet wurden sie durch Siri Suter aus Rütihof, Mitglied der OLG Cordoba und des Junioren-Nationalkaders. Sie erzählte aus ihrem Sportlerleben, und man erfuhr, wie seriös sie sich jeweils selbstständig oder mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Aargauer oder nationalen Nachwuchskader für die Wettkämpfe vorbereitet.

Chinesische OL-Läufer trainierten auf neuer Strecke

Beim anschliessenden Morgenkaffee erfuhr man vom Badener Sportkoordinator Andres Greter, dass auch für ihn das Ganze eine «gefreute Sache» sei und die involvierten Betriebe, die Regionalwerke und der Werkhof, ebenfalls unkompliziert mitgearbeitet hätten.

Gleichzeitig sah man im Hintergrund bereits professionelle Orientierungsläufer vorbeirennen. Denn der Zufall wollte es, dass genau an diesem Morgen auf der Stadt-OL-Karte Baden die chinesische OL-Nationalmannschaft trainierte. Sie befand sich im Aargau im Trainingslager und bereitete sich auf die Weltcup-Läufe vom kommenden Wochenende in Laufen vor.

Die Verantwortlichen des AOLV und die Stadt Baden hoffen, dass das neue, niederschwellige Angebot nicht nur von den chinesischen Profiläufer, sondern auch rege von Familien, Vereinen, Behörden, Firmen oder Schulklassen benutzt wird.

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