Energie
Alstom angelt sich Grossauftrag, Baden und Birr profitieren

Alstom hat sich in Deutschland einen Grossaufttrag über 350 Millionen Euro gesichert. In der Nähe von Köln wir das Unternehmen eine Gaskombi-Heizwerk bauen. Von diesem Auftrag profitieren die beiden Aargauer Standorte Birr und Baden.

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Halle für Turbinen-Reperaturen der Alstom in Birr.

Halle für Turbinen-Reperaturen der Alstom in Birr.

Keystone

Alstom wurde von der RheinEnergie AG mit dem Bau eines der weltweit effizientesten Gaskombi-Heizkraftwerken beauftragt. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 350 Millionen Euro. Der Auftrag wird sich auch für die Schweizer Alstom-Standorte in Baden und Birr positiv auswirken.

Die beiden Aargauer Standorte profitieren, weil wesentliche Bauteile in der Schweiz produziert werden. Am Standort Birr werden die Rotor der Gasturbine und der Generator gefertigt, Baden steuert das Knowhow bei. In Baden hat Alstom ihr Forschungs und Entwicklungszentrum für den Gas-Bereich. Alstom wurde zusätzlich mit der Wartung und dem Unterhalt des Kraftwerks für eine Dauer von 15 Jahren beauftragt.

«Der Auftrag sichert Arbeitsplätze», sagt Alstom-Sprecher Renzo Radice gegenüber az. Neue Stellen werden aber nicht geschaffen, Alstom hat erst kürzlich die Schaffung von 300 Stellen angekündigt.

Das neue 450 Mega-Watt-Gaskombi-Heizkraftwerk in Köln-Niehl, das von Alstom als schlüsselfertiges Projekt erstellt wird, erreicht eine Effizienz (Brennstoffausnutzung) von nahezu 85 Prozent und wird sowohl die regionalen wie auch grenzüberschreitenden Stromnetze in Europa speisen, wie Alstom mitteilt.

Das Gaskombi-Heizkraftwerk kann den Strombedarf rund 1 Millionen Haushalten abdecken und zusätzlich 250 MW Fernwärme für rund 50‘000 Haushalte liefern. Im Vergleich zu anderen Heizinstallationen in Deutschland mit vergleichbarer Wärmeerzeugung, wird Niehl 3 pro Jahr 500‘000 Tonnen CO2 weniger ausstossen. (rsn).