350 Entlassungen soll es bei Alstom noch geben. «Das haben wir intern so kommuniziert», bestätigt Alstom-Sprecher Daniel Schmid gegenüber az einen Bericht von Radio DRS. Damit herrscht in Baden und Birr nun Klarheit darüber, wie gross der Abbau effektiv ausfallen wird.

Vor einem Monat ging Alstom noch von 445 Entlassungen aus, im Oktober des letzten Jahres war gar von 760 Entlassungen die Rede.

Erste Kündigungen noch im Mai

Frühzeitige Pensionierungen, Kündigungen und interne Versetzungen hätten dazu geführt, dass die Zahl in den letzten Wochen nochmals um 100 gesunken sei, sagt Schmid. Den Blauen Brief hat  bisher aber noch niemand bekommen. Ende April wurde die Liste mit den Angestellten, die gefährdet sind, mit den Gewerkschaften angeschaut. Nun werden mit den Betroffenen Einzelgespräche geführt. Erst danach wird es zu Kündigungen kommen. Die ersten Kündigungen dürften noch diesen Monat ausgesprochen werden, bestätigt Schmid.

Wie viele Angestellte effektiv entlassen werden, ist unklar. Alstom will Mitte Mai in Birr und Baden Vermittlungszentren einrichten - mit dem Ziel, möglichst für alle eine Position zu finden, sei es intern, sei es extern.

Alstom hat 85 offene Stellen

Intern sind bei Alstom gegenwärtig 85 Stellen offen. Dies in den Bereichen Service, Hydro sowie in der Forschung und Entwicklung. Auch ausserhalb von Alstom gibt es heute viel mehr offene Stellen als noch vor einem halben Jahr, als Alstom den Abbau ankündigte. Dazu kommt, dass nach der AKW-Katastrophe in Japan Gasturbinen-Kraftwerke wieder im Aufwind sind. Das könnte sich positiv auf die Auftragslage in den Alstom-Werken in Baden und Birr auswirken.

Am Ende wird es in Baden und Birr daher wohl zu viel weniger als 350 Personen Entlassungen kommen. (rsn)