Arbeitsplätze bedroht
Alstom-Hauptsitz in Gefahr: Aargauer Politiker geben sich noch nicht geschlagen

Der Standort Baden des Konzerns Alstom ist in Gefahr. Aargauer Politiker kämpfen darum, möglichst viele Arbeitsplätze im Aargau zu sichern. SP-Nationalrat Max Chopard reicht am Montag gar einen Vorstoss ein.

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Der Hauptsitz von Alstom Schweiz in Baden

Der Hauptsitz von Alstom Schweiz in Baden

Keystone

Wenn der US-Konzern General Electric Alstom übernimmt, wird der Hauptsitz des thermischen Kraftwerksgeschäfts von Baden ins französische Belfort verlegt. Rund 4000 Stellen in der Schweiz wären insgesamt in Gefahr.

Der Aargauer SP-Nationalrat Max Chopard möchte möglichst viele Arbeitsplätze sichern und reicht deshalb am Montag einen Vorstoss ein. «Mein Vorstoss will die kantonale und nationale Behörden, die zuständig sind, ermutigen, aktive Industriepolitik zu machen», so Chopard gegenüber «TeleM1». Man solle genau hinschauen und Kontakte mit den Sozialpartnern suchen und sich für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen.

Regierungsrat Urs Hofmann hat diese Woche Kenntnis vom Schreiben von General Electric bekommen, in dem von der Verschiebung des europäischen Sitzes die Rede ist. Nächste Woche will er sich unter anderem mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann treffen, um die gemeinsame Strategie zu besprechen. «Es ist eine Situation, die wir ernst nehmen», so Hoffmann. Der Regierungsrat setze zusammen mit den Vertretern von Alstom Schweiz und auch mit Bundesbern alles daran, «möglichst viele der Arbetsplätze in Baden und im Kanton Aargau zu behalten».

Auch Stadtammann Geri Müller möchte möglichst viele der Arbeitsplätze in der Stadt sichern. Viele Menschen aus der Region würden bei der Alstom arbeiten. Der Stellenabbau würde aber auch weniger Steuereinnahmen für die Stadt Baden bedeuten. (ldu)

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