Baden

Alstom und Gewerkschaften finden Lösung für weitere 70 Mitarbeiter

Der Industriekonzern Alstom entlässt weniger Mitarbeiter als angekündigt

Der Industriekonzern Alstom entlässt weniger Mitarbeiter als angekündigt

Wegen der verbesserten Auftragslage fällt der massive Stellenabbau beim französischen Industriekonzern Alstom nochmals tiefer aus. In den letzten Wochen fanden Alstom, die Personalvertretung und Gewerkschaften Lösungen für weitere 70 Mitarbeiter.

Die Angestellten konnten frühzeitig pensioniert werden oder fanden intern neue Stellen, wie Alstom am Donnerstag mitteilte. Ende Mai haben 65 Mitarbeiter die Kündigung erhalten. Sie werden von den internen Arbeitsmarktzentren in Dättwil AG und Birr AG betreut.

Weitere 60 Kündigungen einer ersten Phase mit 190 Betroffenen sind noch pendent. Zusätzlich droht nach den Sommerferien in einer zweiten Phase weiteren 150 Mitarbeitern die Kündigung. Insgesamt könnten im schlimmsten Fall 210 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren.

Alstom rechnet jedoch mit massiv weniger Kündigungen, wie Walter Hiltbrunner, Personalleiter Schweiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Derzeit seien in der Schweiz rund 140 Stellen ausgeschrieben. Dies könne den Stellenabbau stark mildern.

Sollte sich der Auftragseingang weiterhin verbessern, könne sich die Situation noch wesentlich entschärfen. Im Oktober 2010 hatte der Industriekonzern noch den Abbau von 750 Stellen angekündigt.

Die Entlassungen sind Teil einer weltweiten Streichung von 4000 Stellen, die von der Pariser Konzernzentrale angeordnet wurde. In der Schweiz sind die Aargauer Werke in Baden und Birr betroffen, die für die Kraftwerkssparte produzieren.

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