Noch vor drei Monaten sagte eine Mehrheit der Finanzkommission zum neuen «Merkker» in der Alten Schmiede Nein. Zu viele Fragen zur Standort-Evaluation waren noch offen. Auch kritisierte die vorberatende Kommission des Einwohnerrates, dass die Jugendarbeit am neuen Ort beträchtliche jährliche Mehrkosten mit sich bringen würde.

Würdigung der geleisteten Arbeit

Der verantwortliche Leiter der städtischen Jugendarbeiter Sacha Studer hatte die nicht einfache Aufgabe, zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Planung und Bau die Finanzkommission von der Vorlage zu überzeugen. Dies habe er auf sachliche und zugleich eindrückliche Art getan, erklärt Erich Obrist, Präsident der Finanzkommission auf Anfrage.

«Die verlangten zusätzlichen Abklärungen sind gemacht worden, wir konnten uns vom Vorhaben überzeugen lassen», fährt Obrist fort. Zwar sei die Höhe des zu erwartenden Baukredits nur unwesentlich reduziert worden. Doch die involvierten Abteilungen der Stadt hätten zumindest ihren Willen spüren lassen, Kosten einzusparen. Zudem könne doch auch noch mit gewissen Subventionen für das Bauvorhaben gerechnet werden, fügt Obrist an.

Dass die Fiko einstimmig Ja gesagt habe, sei auch als Würdigung der geleisteten Jugendarbeit mit dem Modell der Partizipation der Jugendlichen zu sehen, so der Präsident. Ein Nein zur Alten Schmiede hätte ein Nein zur Entwicklung der Jugendarbeit und des Jugendkulturlokals bedeutet, erklärt Obrist. Der Fiko-Entscheid dürfte auch die übrigen Einwohnerratsmitglieder überzeugen.