Baden

Alterszentrum Kehl: 52 Wohnungen zum 52. Geburtstag

Die beiden Neubauten mit den 52 neuen Wohnungen des Alterszentrums Kehl kurz vor der Einweihung. Christian Doppler/cosmepics

Die beiden Neubauten mit den 52 neuen Wohnungen des Alterszentrums Kehl kurz vor der Einweihung. Christian Doppler/cosmepics

Am Samstag werden im Alterszentrum Kehl die neuen Wohnungen mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Nicht oft gehen grosse Vorhaben derart zügig und reibungslos über die Bühne, wie es das Alterszentrum Kehl (AZK) mit seinem Neubau erlebte. Allein das ist eine freudige Feststellung für das «Kehl», das in der Vergangenheit und noch zu Beginn der Bauzeit wiederholt von personellen Problemen und Wechseln auf der Führungsetage durchgeschüttelt wurde.

Die knapp zweieinhalb Jahre lange Bauzeit brachte zwar weitere Erschütterungen wie Immissionen, Umtriebe und Einschränkungen für Bewohner wie Personal. Umso wichtiger war es darum, dass die Arbeiten ohne Verzögerung und grössere Probleme fristgerecht beendet werden konnten. «Darauf dürfen alle stolz sein», erklärt Regula Dell’Anno-Doppler, Stadträtin und VR-Präsidentin der AZK Betriebe AG, zumal es wichtig war, dass bei eingeschränktem Betrieb und finanziellen Einbussen die Kosten eingehalten werden.

Im Jahr 2006 traf sich die Baukommission zum ersten Mal und beriet über das Startprojekt. Im Jahr 2010 wurde dieses vom Projekt des Zürcher Architekturbüros Bob Gysin und Partner mit zwei neuen Wohnhäusern als Ersatz für das sanierungsbedürftige und infrastrukturell veraltete Hochhaus abgelöst. Die strategische Ausrichtung entspricht nach wie vor dem Dreistufenmodell mit Alterswohnungen, Altersheimplätzen und einer Leichtpflegeabteilung, mit dem Schwerpunkt auf modernem, zeitgemässem Wohnen im Alter.

Wieder fit für die Zukunft

Die Vorzeichen für die Realisierung waren ideal: Im Juni 2013 nahm das Badener Stimmvolk die Kehl-Kredite mit wuchtigem Ja an. Sodann erfolgte schon im Mai 2014 der spektakuläre Abbruch des Hochhauses. Mit der Ausschreibung der Wohnungen setzte ein regelrechter Run ein: Innert Kürze waren über 300 Bewerber auf der Warteliste.

«Mit den 52 neuen Wohnungen sind wir wieder fit für die Zukunft», unterstreicht Ueli Kohler, Geschäftsleiter des AZK, die Wichtigkeit der beiden Neubauten. Die unterschiedlich grossen Wohnungen würden individuelle Lösungen ermöglichen. «Der Bezug einer Wohnung im Kehl ist somit für viele eine entlastende, richtige Lösung. Dabei profitieren die Mieter von unseren Dienstleistungen», fügt Kohler an. Dieser Service umfasst die Notfall-Bereitschaft, Pflege oder Medikamentendienst, Essen im Restaurant, Erledigung der Wäsche, die Wohnungsreinigung, die Nutzung des Fitnessraumes und vieles mehr. Und alles genau in dem Umfang, wie die Bewohner es selber wünschen. Mit dem Neubau wurden der Empfang und das Restaurant Moccalino aufgewertet.

Das im Jahre 1964 erstellte AZK verfügt nun über insgesamt 72 Wohnungen und 67 Betten im Pflegebereich. 140 Personen leben derzeit im Kehl, die auf die Dienste von über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählen dürfen. Neu für das «Kehl» sind die 58 Einstellplätze in der Tiefgarage, über deren Notwendigkeit zu Planungsbeginn noch diskutiert wurde.

Dem neuen VR-Präsidenten der AZK Immobilien AG, Claudio Arnold, und der Baukommission wird die Arbeit jedoch nicht ausgehen. Auch das Langhaus (Kehl 3) soll möglichst rasch einer Sanierung unterzogen werden, sodass das bestehende Provisorium genutzt werden kann. Dieser Bau soll ebenfalls gemäss den heutigen Bedürfnissen umgebaut und eingerichtet werden. Verstärkt will das AZK Möglichkeiten für Trainings und Therapien bieten. «Nebst den Physiotherapien wollen wir mit ‹Fit und G’sund› im Kehl in erster Linie durch kognitives motorisches Training den Stürzen entgegenwirken», so Ueli Kohler. Dieser Teil sei im Aufbau. Die Einrichtungen und die dazu notwendige Betreuung sollten 2017 realisiert werden.

Am Samstag, 22. Oktober, 9.30 Uhr, Einweihungsfeier für geladene Gäste, ab 11 Uhr Tag der offenen Türe.

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