Baden
Alterszentrum Kehl: Neubau stösst auf riesige Nachfrage

Die neuen Gebäude sind aufgerichtet, in einem Jahr sollen sie bezugsbereit sein. Bald werden die geplanten 52 Alterswohnungen vergeben

Stefan Hürst (Text und Fotos)
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Stefan Hürst

Noch ist die Baustelle gross beim Alterszentrum Kehl. Auf der Fläche, wo früher das alte Hochhaus stand, ragen aber bereits die zwei neuen Gebäude empor. Sie befinden sich noch im Rohbau, anfangs September wurde die Aufrichte gefeiert. 52 Wohnungen entstehen in den sechs beziehungsweise sieben Etagen der beiden Neubauten. Wie sieht der Stand der Bauarbeiten aus? «Wir sind auf Kurs», sagt Ueli Kohler, Geschäftsführer des Alterszentrums Kehl (AZK). Man sei zuversichtlich, den wegweisenden Bau wie geplant im Herbst nächsten Jahres abschliessen zu können. Im September 2016 sollen die Gebäude bezugsbereit sein, das offizielle Einweihungsfest ist auf den 21. Oktober desselben Jahres terminiert. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt allerdings noch viel zu tun. Nach der Aufrichte werden sich die Arbeiten auf den Innenausbau konzentrieren. Ueli Kohler rechnet vor: «Es entstehen 52 Wohnungen, das Jahr hat 52 Wochen. Es muss nun also im Schnitt jede Woche eine Wohnung fertiggestellt werden.» Ambitiös, aber machbar, wie Kohler meint. Auch bei den Kosten liege man im Plan. Das ganze Projekt mit den zwei Neubauten, Infrastrukturräumen, Restaurant und einer Tiefgarage kostet insgesamt 36 Millionen Franken, die Hälfte wird von der Stadt Baden bezahlt. Die Mietzinse sollen gemäss Auftrag der Stadt für untere und mittlere Einkommensschichten ausgelegt sein. «Exklusive Nebenkosten bewegen sich die Mieten zwischen 1300 und etwas über 2000 Franken», erklärt Kohler.

Wohnungsvergabe folgt bald

Der Andrang auf die neuen Alterswohnungen ist seit Jahren riesig. Über 300 Interessenten haben sich gemeldet, nun sind es noch 60, mit denen Gespräche geführt werden. Die Prioritäten bei der Vergabe sind klar. Erstes Anrecht haben die Personen, die bereits im alten Gebäude gewohnt haben. Diese Zahl schätzt Kohler auf 20-25 ein. Somit bleiben noch etwa 30 Plätze, die zunächst an Interessenten aus dem Langhaus und anschliessend an Bewerber aus Baden vergeben werden. Dabei wird nicht nur beachtet, wie lange jemand schon auf der Warteliste steht, sondern insbesondere die soziale und gesundheitliche Dringlichkeit. Eine Kommission wird die Plätze in den nächsten Wochen vergeben. Bleibt noch die Frage bezüglich weiteren Bauvorhaben. Die grosse Nachfrage nach Alterswohnraum drängt die Verantwortlichen zum Handeln. Kohler hält fest: «Konkretisiert ist noch nichts, aber allfällige Projekte mit verschiedenen Möglichkeiten werden voraussichtlich über den Jahreswechsel in Angriff genommen.»

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