«Das Stimmvolk hat gewusst, was es für seine Zukunft tun muss», kommentiert eine glückliche Sozialvorsteherin der Stadt in ihrem letzten Amtsjahr den Urnenentscheid. Sie verstehe diese sehr deutlichen Entscheide auch als eine Wertschätzung gegenüber dem Alter, fügte Daniela Oehrli an. Trotz der sehr komplexen Vorlagen und des daher im Detail nicht ganz leicht verständlichen Inhalts.

Weg für Neubau geebnet

In der ersten Vorlage sagte das Stimmvolk Ja zur Finanzierung des Neubaus von 56 Wohnungen im Alterszentrum Kehl (1. Etappe), indem es der Umwandlung im Februar 2008 bewilligten verzinslichen Darlehens von 5,841 Mio. Franken in einen «A- fonds-perdu»-Baubeitrag und eine nicht zweckgebundene Aktienkapitalerhöhung der AZK Immobilien AG von 10,5 Mio. Franken.

In der zweiten Vorlage ging es um die Entschuldung des Alterszentrums Kehl. Mit klarem Ja gewährte das Stimmvolk die Aufhebung des an der damaligen Urnenabstimmung im Februar 2008 definierten Verwendungszwecks der bewilligten Aktienkapitalerhöhung von 2,55 Mio. Franken. Ebenso wird mit dem Entscheid ein einmaliger Beitrag der Einwohnergemeinde Baden von höchstens 4,7 Mio. Franken (einschliesslich Abschreiben des Darlehens der Einwohnergemeinde Baden von 1,88 Mio. Franken) zur Entschuldung der AZK Betriebe AG freigegeben. Damit kann das Alterszentrum den Neubau ohne alte Schuldenlast realisieren. Dies macht das Kehl, das im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern kann, zum wichtigen Zentrum für betreutes Wohnen im Alter der Stadt Baden und zum Lebenszentrum des Meierhof-Quartiers.

Resultate:

1. Finanzierung Neubau «betreutes Wohnen»: Ja 4130 Stimmen, Nein 426, leer und ungültig 89

2. Entschuldung der AZK Betriebe AG; Ja 3828 Stimmen, Nein 543, leer und ungültig 181.

Anzahl Stimmberechtigte 11'379, die Stimmbeteiligung betrug rund Prozent.