Wettingen

Am Open Air Wettiger Fäscht geben jetzt Neulinge den Ton an

Das neue Open-Air-OK des Wettiger Fäschts hofft auf so viele Zuschauer wie in vergangenen Jahren.AZ/Archiv

Das neue Open-Air-OK des Wettiger Fäschts hofft auf so viele Zuschauer wie in vergangenen Jahren.AZ/Archiv

Das neue OK will mit frischen Ideen dem Open Air am Wettiger Fäscht Auftrieb verleihen. Sie setzen auf Newcomer-Bands. Headliner ist Swiss-Music-Award-Gewinner Hecht.Weitere Highlights im Programm sind Al Pride und John Caroline.

«Das Open Air findet nun wohl zum letzten Mal statt.» Diese Ankündigung vom letztjährigen Open-Air-OK sorgte für Aufregung. Die Botschaft kam an: «Wir wollten nicht, dass das Wettiger Fäscht sein Open Air verliert», sagt Marco Meier.

Er ist der Präsident des neuen zwölf-köpfigen OK, das dieses Jahr zum ersten Mal das Open Air organisiert. Das Team befindet sich zurzeit im Endspurt der Vorbereitungen.

Keine Erfahrung, dafür neue Ideen

Die Mitglieder des OK sind zwischen 20 und 25 Jahre alt und haben noch keine Erfahrungen in der Organisation eines Open Airs. Doch: Was ihnen an Erfahrung fehlt, wollen sie mit neuen Ideen wettmachen.

«Während bisher auf bekannte, aber auch überall schon gehörte Bands gesetzt wurde, haben wir uns auf Newcomerbands spezialisiert, die ganz nach oben wollen», sagt Meier.

«So dürfen wir Bands wie Al Pride, John Caroline und die Swiss-Music-Award-Gewinner Hecht begrüssen. Sie sind auch als Headliner des diesjährigen Open Airs gesetzt.» Nicht nur im musikalischen Bereich werden neue Wege eingeschlagen.

«Seit diesem Jahr nutzen wir vermehrt Soziale Medien wie Facebook und Twitter, um für das Open Air zu werben», sagt Vizepräsident Dominic Huser, «zudem haben wir eine neue Website kreiert.» Auch die Gestaltung der Flyers und Plakate seien professioneller geworden.

Drei Vereine führen ein grosses Zelt

Möglich machte das ein Kunststudent, der ebenfalls OK-Mitglied ist. «Für uns ist es ein Glücksfall, dass mehrere OK-Mtglieder ihr Fachwissen aus dem Beruf auch fürs Open Air gebrauchen können», sagt Meier. Ein Stromer sorgt für das Licht, ein Handwerker für die Infrastruktur. Dominic Huser selber arbeitet bei einer Bank und führt die Finanzen.

Auch die Besucher werden Änderungen feststellen: Die Vereine Lacrosse, die Jungwacht und der Verein Open Air stellen zum ersten Mal ein grosses Zelt für die Jungen auf.

Seit rund einem Jahr plant das OK für das nächste Wochenende und musste dabei mehrere Hürden nehmen: «Wir waren nicht sicher, wie die Sponsoren auf ein neues Organisationskomitee reagieren», erinnert sich Huser.

Doch die bisherigen Sponsoren machten wieder mit und neue konnten gefunden werden. Auch das Wetter spielt mit: «Wir sind erleichtert, dass schönes Wetter prognostiziert ist», sagt Huser. Dies könne rund die Hälfte des Umsatzes ausmachen.

«Dass das Züri Fäscht am selben Wochenende stattfindet, ist nicht gerade förderlich.» Sieht das Urs Blickenstorfer, Präsident des Organisationskomitees Wettiger Fäscht, anders? «Mir tut eher Zürich ein wenig leid», sagt er und schmunzelt.

«Natürlich nicht», fügt er hinzu, es sei es klar, dass einige Besucher das Züri Fäscht dem Wettiger Fäscht vorziehen werden, «aber wir machen das Beste aus der Situation.» Er sei gespannt, was das neue Open-Air-OK bieten werde. Dieses gibt sich selbstsicher: «Wenn wir etwas machen, dann machen wir es richtig.»

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