Baden
Am Theaterplatz entsteht neuer Raum für Wohnungen und Geschäfte

Als Letzte unterzieht sich derzeit die Südseite des Badener Theaterplatzes – die Grenze zwischen der Alt- und Neustadt – einer Modernisierung.

Luca Belci
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Das neue Wohn- und Geschäftshaus soll 2016 fertig sein. Welcher Laden einzieht, ist zurzeit noch unklar. (Visualisierung)

Das neue Wohn- und Geschäftshaus soll 2016 fertig sein. Welcher Laden einzieht, ist zurzeit noch unklar. (Visualisierung)

ZVG

Der Rohbau ist so gut wie fertiggestellt: An der Stelle des ehemaligen «Trattoria»-Gebäudes am Theaterplatz 2 entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Nächste Woche soll die letzte Decke eingebaut werden. Philip Doka, Geschäftsleiter bei der Inhaberin Wetter Immobilien AG, erklärt: «Das Haus wird ab Mai 2016 bezugsbereit sein, für die Ladenfläche im Erdgeschoss verhandeln wir zurzeit mit mehreren Interessenten.»

Seit letztem November befindet sich das Projekt der Zürcher KLP Architekten AG im Bau. Damals hatte der Abbruch der alten Trattoria begonnen. Trotz Denkmalschutzauflagen gebe es auf der Baustelle keine Verzögerungen. Im 5,85 Millionen Franken teuren Neubau sollen neben den Gewerbeflächen im Unter- und Erdgeschoss auch Büroflächen im ersten Stock entstehen. Zudem wird es in den obersten beiden Geschossen künftig drei Wohnungen geben.

Bärengraben vor Fertigstellung

Unweit der erwähnten Baustelle – auf der anderen Seite des Bölsterlihauses – befindet sich das Wohnhaus im Bärengraben kurz vor der Vollendung. Laut dem Architekten Martin Leder soll es Ende August bezugsbereit sein. Im 4,5 Millionen Franken teuren Bau sollen auf sieben Stöcken fünf Etagenwohnungen und eine Maisonettewohnung entstehen.

Zudem wird es eine gemeinsame Dachterrasse geben. Dem Projekt Bärengraben ging eine langwierige Geschichte voraus: Bereits 2003 gewannen die Architekten Meier Leder aus Baden den Projektwettbewerb. Drei Jahre später hiess der Stadtrat das Vorentscheidgesuch gut.

Obwohl die Denkmalpflege und die Anwohner in die Jury eingebunden wurden, brachten gerade diese beiden Parteien das Projekt 2008 vor dem Verwaltungsgericht zu Fall. Nach Gesprächen mit den Beschwerdeführern konnte ein reduziertes Projekt 2010 bewilligt werden. Im März 2014 – nach über zehn Jahren – erfolgte schliesslich der Startschuss für den Neubau. Seither dauerten alleine die Arbeiten am Rohbau über ein Jahr. Grund dafür seien die kleine Grundfläche und knifflige Anpassungen gewesen.

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