Baden
Ambassador Club begann mit loser Gruppe – nun sind es schon 50 Jahre

Mit Gästen aus aller Welt kann der Badener Ambassador Club am Wochenende das 50-Jahr-Jubiläum feiern. Die politische Gesinnung spielt bei der Mitgliedschaft keine Rolle.

Janine Gloor
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Eugen Bättig (r.) hatte am Ambassador-Fasnachtsabend 1973 sichtlich Spass.

Eugen Bättig (r.) hatte am Ambassador-Fasnachtsabend 1973 sichtlich Spass.

ZVG

Sie nennen sich Ambassadoren und ihre Botschaft ist die Freundschaft. Seit 50 Jahren gibt es den Ambassador Club Baden, dieses Wochenende wird das Jubiläum gefeiert, gleichzeitig findet auch die Internationale Delegiertenversammlung statt.

Die Idee des Ambassador Clubs stammt aus der Schweiz, der erste Club wurde 1956 in Bern gegründet, seither spriessen sie in vielen europäischen Ländern aber auch in Amerika und Asien aus dem Boden. Die Ambassadoren grenzen sich von Serviceclubs wie Lions oder Rotary ab. «Wir haben kein wohltätiges Engagement gegen aussen, dem wir verpflichtet sind», erklärt Christophe Terrier, Präsident des Badener Ambassador Club.

Bei diesem Club geht es darum, die Freundschaft zu pflegen. Dementsprechend haben die einzelnen Clubs mit 15 bis 30 Mitgliedern auch eine überschaubare Grösse. Anfangs war der Club nur für Männer, heute gibt es auch gemischte und reine Frauenclubs. Will sich eine Gruppe Freunde der Ambassador-Familie anschliessen, gründen sie einen neuen Club. Zum letzten Mal geschah das in Baden vor zwei Jahren, als die 90er-Ladies Baden-Neuenhof entstanden. So verbreitet sich die Botschaft von der Freundschaft nach dem Schneeballprinzip. Die einzelnen Clubs können durchaus neue Mitglieder aufnehmen, diese müssen jedoch von allen bestehenden Mitgliedern gutgeheissen werden. Aufgrund dieser Vereinsstrukturen wird klar, dass es sich beim 50-jährigen Club um einen sehr alten Club handelt. «Ich weiss nicht, ob es ein 70-Jahr-Jubiläum geben wird», sagt Terrier.

Ein Anlass pro Monat

Eugen Bättig ist das einzige noch lebende Gründungsmitglied des Ambassador Club Baden. «Wir waren eine lose Gruppe Freunde, die vom Prinzip des Ambassador Clubs erfuhr und sich entschied, die Freundschaft zu institutionalisieren», erklärt er. Die Ambassadoren treffen sich seither einmal pro Monat. Nach dem Vortrag eines Gastreferenten verbringen sie den Abend bei einem Nachtessen miteinander. Die politische Gesinnung spielt dabei keine Rolle. «Wir sind aber kein linker Verein», lässt Bättig durchblicken.

Die Badener Ambassadoren erwarten für das Fest 140 Gäste aus aller Welt. Die internationale Delegiertenversammlung ist für viele ein willkommener Anlass, um ein neues Land kennenzulernen. Während sich die internationalen Delegierten an der Versammlung treffen, machen ihre Partner eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee oder eine Schlössertour im Aargau. Nächstes Jahr findet die internationale Delegiertenversammlung in den Philippinen statt. Für die Philippiner ist der Ambassador Club ein willkommenes Mittel, um Beziehungen nach Europa zu knüpfen. Doch auch für die Schweizer lohnt sich dieser Kontakt. «Wenn ich in die Philippinen reisen würde, könnte ich jemanden aus dem dortigen Club kontaktieren», sagt Terrier.

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