Bellikon

Ammann: «Bevölkerung hat endlich wieder eine Auswahl»

Die Gemeinde Bellikon bei Nebel in den frühen Morgenstunden.

Die Gemeinde Bellikon bei Nebel in den frühen Morgenstunden.

Drei neue Kandidaten möchten in den Gemeinderat gewählt werden.

Mit den beiden Rücktritten von Corinne Gisler (SVP) und Kurt Albert Egli (parteilos) werden im Gemeinderat Bellikon zwei Sitze frei. Für die bevorstehenden Exekutivwahlen stellen sich insgesamt sechs Kandidaten, darunter drei neue. Es sind dies Daniela Widmer, Max Kägi und Alexander Schibli, wobei Schibli bereits in der vorletzten Amtsperiode in der Exekutive vertreten war. Gemeindeammann Hans Peter Kurth (parteilos) ist erfreut, dass gleich drei Neue für die Exekutivwahlen kandidieren. «Dass die Bevölkerung eine Auswahl hat, ist in Bellikon seit längerem nicht mehr geschehen.» Doch wer sind die Kandidaten, die neu in den Gemeinderat gewählt werden wollen?

Daniela Widmer (34) wohnt seit ihrem zehnten Lebensjahr in Bellikon und ist mit dem Dorf sehr verbunden. Auch ihre Tochter wird hier den Kindergarten besuchen. Ihr ist wichtig, dass das Dorf nicht zu einer Schlafgemeinde verkommt. «Früher war das Dorfleben viel aktiver und es gab Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise eine Käserei», erinnert sich die Sicherheitstrainerin. Als Gemeinderätin würde sie sich dafür einsetzen, dass das Dorfleben neuen Schwung erfährt.

Kurth will Ammann bleiben

Max Kägi (73) war schon immer am politischen Geschehen interessiert. «Aus beruflichen Gründen war bisher zu wenig Zeit für ein politisches Amt. Jetzt würde ich mich gerne für die Gemeinde einsetzen und meine unternehmerische Erfahrung mit einer Prise Humor einbringen», sagt der gelernte Betriebswirt, der viele Jahre im Bereich der Industrie-Elektronik gearbeitet hat. Wichtig sind Kägi Bereiche wie Altersanliegen oder die Fluglärmproblematik. «In Bellikon gibt es einige Themen, die man anpacken könnte, wobei das jetzige Team meiner Meinung nach gute Arbeit leistet.» Auf sein Alter angesprochen, sagt er: «Das könnte für manche Wähler ein kritischer Faktor sein. Doch ich fühle mich fit und dynamisch. Unsere drei kleinen Enkelkinder halten ihren Grossvater voll auf Trab.»

Alexander Schibli (44) war bereits von 2010 bis 2013 Gemeinderat, trat dann aber aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl an. «Nach vier Jahren in Zürich bin ich nun wieder im Aargau tätig», sagt der Geschäftsführer eines grösseren Unternehmens und fügt an: «Jetzt hätte ich Zeit, mich für die Gemeinde einzusetzen.» Die Jahre im Gemeinderat seien bereichernd gewesen und hätten ihm viel Spass bereitet. «Wir haben zahlreiche spannende Projekte umsetzen können.» Als Gemeinderat würde er versuchen, einen guten Job in den Ressorts zu machen, die ihm zugeteilt würden. «Ich möchte 4 Amtsperioden machen, also 16 Jahre, dann bin ich 60 Jahre alt.» Schibli möchte für die Gemeinde eine stabile Zukunft mitgestalten und sich den wichtigen Themen stellen.

Neben Widmer, Kägi und Schibli stellen sich Gemeindeammann Hans Peter Kurth, Vizeammann Roger Keller und Gemeinderat Josef Karpf (alle parteilos) zur Wiederwahl. Kurth und Keller möchten zudem in ihren Ämtern als Ammann und Vizeammann bestätigt werden.

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