Baden
An der Fasnacht wird «gschpart» – nicht aber in Sachen Kreativität

Die Organisatoren präsentieren die Plakette und verraten, was dieses Jahr neu sein wird

Martin Rupf
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Gönnerplakette: Nicht nur beim Sujet, sondern auch beim Rahmen wird gespart.

Gönnerplakette: Nicht nur beim Sujet, sondern auch beim Rahmen wird gespart.

Heute in zwei Wochen beginnt am «Schmutzigen Donnerstag» auch in Baden die Fasnacht. Für viele Fasnächtler die schönsten fünf Tage im Jahr. Rund 10 000 Fasnachtsbegeisterte erwartet das OK, das sich aus der Vereinigten Fasnachts-Gruppe Baden (VFGB) und der Spanischbrödlizunft zusammensetzt. Bereits jetzt ist die Plakette bei den Verkaufsstellen erhältlich. «Mir gefallen die Plakette und das Sujet sehr gut», sagt Brödlimeister Bernhard Schmid. Streng genommen ist 2018 gar kein Sujet zu sehen; es wurde getreu dem Motto «gschpart!» weggelassen. «Für Teilnehmer der Badener Fasnacht ist es Ehrensache, eine offizielle Fasnachtsplakette zu tragen», sagt Schmid. Die normale Plakette kostet 10 Franken, die Gönnerplakette 40 Franken. Mit den Erträgen würden Aktive an der Fasnacht unterstützt.

Gönnerplakette: Nicht nur beim Sujet, sondern auch beim Rahmen wird gespart.

Gönnerplakette: Nicht nur beim Sujet, sondern auch beim Rahmen wird gespart.

«Für die Zunft ist es ein Verlustgeschäft; uns geht es aber in erster Linie darum, einen Beitrag zu einer lebensfrohen Stadt zu leisten.» Dabei verneint Schmid nicht, dass die traditionelle Fasnacht einen schweren Stand hat. «Diese Jahr kommt noch etwas erschwerend hinzu, dass die Fasnacht in die Skiferien fällt.» Dass die Fasnacht nicht mehr ganz so viele Menschen anlockt, führt Schmid auch darauf zurück, dass es unter dem Jahr viel mehr Angebote hat.

«Und doch gibt es an der Fasnacht immer wieder handwerkliche, musikalische oder bei Schnitzelbänken sprachliche Perlen. Wir möchten diese Tradition und diese Lebenfreude unbedingt am Leben erhalten.» Schmid glaubt, dass es auch 2018 viele Themen gibt, welche die Narren auf den Plan rufen werden. «Ich denke da an die Sparpläne der Stadt, die Schulbauten, die vergangenen Wahlen oder die Badener Fahne auf der Schlossruine. Und wenn uns gar nichts mehr einfällt, haben wir ja immer noch die Wettinger oder die Aarauer.» Besonders erfreut ist er, dass auch das Badener Gewerbe wieder mitzieht. So würde neu auch der Spielwarenladen Miracoolix Kinder-Fasnachtsartikel anbieten und viele Geschäfte würden mit eigens hergestellten Puppen dekoriert. «Das zeigt, dass die Fasnacht in der Stadt immer noch gut verwurzelt ist.»

VFGB-Präsident Marco Ruesch sagt: «Da es sich bei der Badener Fasnacht um einen grandiosen Anlass handelt, mussten wir nicht viel ändern.» Änderungen gebe es unter anderem beim Samstagsparcours der Schnitzelbänke. «Neu können Besucher in vier ausgewählten Restaurants die Schnitzelbänke so geniessen, wie es ihnen am besten behagt», so Ruesch. Anders als früher müsse man nicht mehr den ganzen Abend in einem Restaurant verbleiben und dort zwingend ein Menü bestellen. «Man kann auch einfach nur etwas trinken.» Ruesch freut sich auch auf die neue Dekoration, die vom Verein Lernwerk in Vogelsang produziert wurde. «Diese ähnelt der vorherigen Deko und wird wie in früheren Jahren in der Weiten Gasse und der Badstrasse aufgehängt.» Als zusätzliche Neuerung habe man sich zudem entschieden, die letzten Konzerte am Dienstagabend auf dem Cordulaplatz zu konzentrieren.

Eine Übersicht über die Fasnachts-Aktivitäten in den Bezirken Baden und Zurzach folgt in den kommenden Tagen.