Zu wenig Schulräume
An der Kanti Baden herrscht Platznot

Die Anzahl der Mittelschüler steige stärker an als prognostiziert, sagt Badens Rektor Hans Rudolf Stauffacher. Es braucht mehr Schulräume. Bis zu Beginn des Schuljahres 2012/2013 soll ein Pavillon mit zwölf Unterrichtsräumen errichtet werden.

Pirmin Kramer
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Rektor Stauffacher auf dem Sportplatz. Hier soll ein Pavillon gebaut werden. PKR

Rektor Stauffacher auf dem Sportplatz. Hier soll ein Pavillon gebaut werden. PKR

Solothurner Zeitung

Auf dem roten Sportplatz bei der Kantonsschule Baden stehen seit wenigen Tagen Bauprofile. «Hier ist ein zweistöckiges Provisorium mit zwölf Schulzimmern geplant», sagt Hans Rudolf Stauffacher, Rektor der Kantonsschule Baden.

Erstaunlich: Erst drei Jahre sind vergangen, seit die Haller-Bauten saniert worden sind und Regierungsrat Roland Brogli schrieb: «Die Kantonsschule Baden ist für die Zukunft baulich bestens gerüstet.»

Schnell neue Räume benötigt

Wie im ganzen Kanton Aargau steige auch in der Region Baden und Wettingen die Anzahl der Mittelschüler stärker an als prognostiziert, erklärt Rektor Stauffacher. «Bis 2017 steigt die absolute Anzahl der Schüler an. Es erhöht sich auch die Quote der Maturanden.» Die Folge: Es braucht in der Region mehr Schulzimmer. «Und dies schnell», so Stauffacher. Schon für das kommende Schuljahr 2012/2013 werden neue Unterrichtsräume benötigt. Derzeit führe die Kanti Baden 53 Klassen mit 1150 Schülerinnen und Schülern, und es gebe bereits jetzt Stunden, in denen jedes Schulzimmer besetzt sei.

«In Wettingen wäre ein Provisorium nicht so schnell realisierbar wie bei uns, darum wird es auf unserem Campus errichtet», so Stauffacher. Es sei ein Plan mit «unglaublichem Tempo». Erst seit Beginn dieses Schuljahres wird über das Provisorium diskutiert. Demnächst bereitet der Regierungsrat einen Antrag an den Grossen Rat vor, das Provisorium zu genehmigen.

Unterrichtsqualität soll nicht leiden

Wenig Freude am geplanten Pavillon haben die Sportlehrer, denn der Sportplatz mit zwei Fussballtoren und Basketballkörben wird nach jetzigem Stand vom Provisorium besetzt. «Ob das Gebäude genau dort zu stehen kommt, steht aber noch nicht zu 100 Prozent fest», macht der Rektor den Sportlehrern Hoffnung. Denn geprüft werde als Standort auch die «Exacte Landschaft».

Es werden keine Spezialräume wie Biologie- oder Chemiezimmer benötigt, sondern gewöhnliche Schulzimmer. «Die Schüler werden sich im Provisorium wohl fühlen, und die Qualität des Unterrichts wird nicht leiden», sagt Stauffacher. «Denn wir stellen keine Holzbaracken hin.»

Das Provisorium ist auf fünf Jahre angelegt. «Vermutlich werden wir es aber länger brauchen», sagt der Rektor. Denn mit Plänen für eine definitive Lösung müsste jetzt schon begonnen werden. «Und das ist noch nicht geschehen.»