Umfrage

An Social Media scheiden sich die Geister: Braucht Mellingen Facebook und Instagram?

Die Gemeinde Mellingen will in der Kommunikation vermehrt auf Bilder setzen. Sujets bietet das Reussstädtli zur Genüge.

Die Gemeinde Mellingen will in der Kommunikation vermehrt auf Bilder setzen. Sujets bietet das Reussstädtli zur Genüge.

Im Städtli wurde eine Befragung zur Gemeindekommunikation im digitalen Zeitalter durchgeführt. Die Meinungen dazu sind geteilt.

Reichen Website und Newsletter, oder braucht die Gemeinde auch Facebook und Instagram? In Mellingen wurde eine Befragung zum Thema «Gemeindekommunikation im digitalen Zeitalter» durchgeführt. Eine Studentin der Fachhochschule Nordwestschweiz war mit dem Projekt an die Gemeinde herangetreten. In der Folge wurden an alle Haushalte Fragebogen verschickt, die Teilnahme war schriftlich oder elektronisch möglich. 262 Personen haben an der Befragung teilgenommen. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Die Teilnehmenden nehmen die Gemeindekommunikation als «freundlich», «verlässlich» und «klar» wahr. Hingegen dürfte die Kommunikation «innovativer» und «mitreissender» gestaltet werden, kommt die Befragung zum Schluss. Gemeindeschreiber Beat Deubelbeiss sagt: «Das zeigt uns, dass die Wortwahl näher beim Bürger sein muss – verständlicher und weniger im Behördenstil.» Auch sollen in Zukunft vermehrt Bilder zur Auflockerung der Inhalte eingesetzt werden.

40 Prozent sind dafür, 36 Prozent finden’s unnötig

Nebst der Beurteilung der bisherigen Kommunikation wurden auch die Erwartungen an die zukünftige Gemeindekommunikation eruiert. So wurden die Teilnehmenden gefragt, ob eine Social-Media-Präsenz der Gemeinde Mellingen wichtig für sie wäre. Rund 40 Prozent der Befragten stuften dies als wichtig oder sogar sehr wichtig ein. Nahezu mit gleichem Anteil sind rund 36 Prozent der Meinung, dass ein Social-Media-Kanal für die Gemeinde als nicht wichtig bis gar nicht wichtig einzustufen ist. Teilnehmende, die sich für Social Media aussprachen, wünschten sich primär eine Präsenz auf Facebook und Instagram. «Das widersprüchliche Resultat lässt uns zum Schluss kommen, dass wir unsere Strategie nicht auf Social Media ausweiten», sagt Deubelbeiss.

Denn es stellten sich in diesem Bereich verschiedene Fragen. Wie viel Aufwand ist nötig, um diese Plattformen zu bewirtschaften? Welche Diskussionen lässt man zu, wo greift man ein? Erreicht man die richtigen Leute? «Social Media ist keine Gemeindeaufgabe», findet Deubelbeiss. Zudem würden die Trends ständig wechseln. Zuerst war Facebook angesagt, dann kamen Instagram, Snapchat und nun Tiktok.

Besseres Storytelling erwünscht

Die gängigen Kommunikationskanäle der Gemeindeverwaltung – Website und Newsletter – wurden in der Untersuchung als eher positiv bewertet. Man findet sich auf der Website gut zurecht. Der Online-Shop könnte optimiert werden. Betrachtet man die Ergebnisse zum Newsletter, so werden die Inhalte als interessant und relevant bezeichnet. Eine starke Zustimmung gibt es in Bezug auf die Versandhäufigkeit und die Länge der Beiträge.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Teilnehmenden die Gemeindekommunikation im Allgemeinen «nicht als mitreissend wahrnehmen». Der Gemeinde wurde empfohlen, Informationen etwa mittels Storytelling zu vermitteln. Storytelling sei ein zentraler Baustein der heutigen Kommunikation. Allerdings wäre auch dies mit grossem Aufwand verbunden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1