1. Das grosse Thema zurzeit in Baden: die Finanzen. Wo hat die Stadtverwaltung noch Sparpotenzial?

Mit dem «Sparprogramm» Optima hat der bestehende Stadtrat schüchtern an der Oberfläche gekratzt, aber die heissen Eisen nicht angefasst. Bei Grossprojekten, vor allem Bauten, gilt eine rigorose Kosten- und Qualitätskontrolle, basierend auf Vergleichswerten ähnlicher Projekte. 

2. Worauf haben Sie sich mehr gefreut: Die Badenfahrt oder den Wahlkampf und weshalb?

Auf beides natürlich. Mein Wahlkampf läuft bereits seit März. Die Badenfahrt war eine schöne Abwechslung, den Wahlkampf auch einmal von der spielerischen Seite anzugehen.

3. Sollte die Stadt Baden in den kommenden vier Jahren Fusionen mit Nachbargemeinden beschliessen? Wenn ja, mit welchen?

Meine Kronjuwelen für eine Fusion wären Ennetbaden und Birmenstorf. Aber auch Wettingen, Neuenhof und Fislisbach wären hochwillkommene Partner.

4. Ihr politisches Vorbild?

Regierungsrat Stephan Attiger: Immer gut vorbereitet und kompetent, erklärt die komplexesten Sachverhalte einfach, klar und mit wenigen Worten. 

5. Wie sieht Baden im Jahr 2040 aus?

Baden ist 2040 eine echte Zentrumsgemeinde. Nach diversen Fusionen mit Nachbargemeinden hat die Grossgemeinde die Durchschlagskraft eines der wichtigsten Zentren im Aargau für Bildung, Kultur, Gesundheit, Sport, Freizeit und Arbeit.

6. Ihr bisher grösster Erfolg, Ihre bisher grösste Niederlage?

Mein grösster Erfolg: Abschluss des Kirchenmusikstudiums mit Schwerpunktfach Orgel im Juli 2017. In der Politik gibt es auch Niederlagen, die ich aber abhake und mich auf aussichtsreiche Neuprojekte konzentriere.

7. Wo muss der Stadtrat in den kommenden vier Jahren seine Schwerpunkte setzen?

Auf Vernunft und sorgfältiges Projektmanagement bei Grossprojekten. Als Juristin habe ich einen rationalen Ansatz und wäge Machbares und Wünschbares gegeneinander ab. Die Badener Leuchttürme in Kultur, Sport, Bildung und Freizeit müssen erhalten bleiben.

8. Welches wäre Ihr grösster Albtraum für die Stadt Baden?

Wenn wir die finanzielle Klippe nicht umschiffen und in einer untragbaren Verschuldung pro Kopf landen, die Baden handlungsunfähig und vor dem ganzen Kanton lächerlich macht.

9. Welche Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen, was würden Sie fragen?

Ich würde meine Studienkollegin Doris Leuthard gerne treffen und sie fragen, wie die Anfänge ihrer politischen Karriere waren.

10. Welchen der offiziellen Stadtratskandidaten wählen Sie, wen wählen Sie nicht?

Ich bin bürgerlich loyal: Ich wähle alle bürgerlichen Kandidaten, auch unseren neuen Stadtammann.