Nordportal
Angebliche Vergewaltigung beim Nordportal: Fall geht in die nächste Runde

Das angebliche Vergewaltigungsopfer hat Beschwerde gegen den Entscheid der Staatsanwaltschaft Baden eingereicht. Diese hatte das Verfahren gegen einen 19-Jährigen eingestellt. Jetzt muss das Obergericht entscheiden.

Pirmin Kramer
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Die Nische beim Nordportal: Hier soll die angebliche Vergewaltigung nach Angaben des mutmasslichen Opfers stattgefunden haben

Die Nische beim Nordportal: Hier soll die angebliche Vergewaltigung nach Angaben des mutmasslichen Opfers stattgefunden haben

Der Fall Nordportal ist noch nicht zu Ende. Die Staatsanwaltschaft Baden hatte vor rund zwei Wochen das Verfahren gegen einen 19-Jährigen eingestellt, der beim Eventlokal Nordportal angeblich eine 28-jährige Frau vergewaltigt haben soll. Grund für diesen Entscheid waren erhebliche Zweifel an der Straftat.

«Gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Baden haben wir Beschwerde eingereicht», sagt Dr. Gesine Wirth-Schuhmacher, Anwältin der 28-jährigen Frau, gegenüber der az Aargauer Zeitung. Auf die Details möchte sie im Hinblick auf das laufende Verfahren nicht eingehen. «Die Einstellungsverfügung ist unhaltbar, weshalb das Obergericht über die Frage der Anklageerhebung zu entscheiden hat», sagt sie weiter.

Obergericht muss entscheiden

Somit wird das Obergericht des Kantons Aargau entscheiden müssen, ob der Beschluss korrekt war, das Verfahren einzustellen. Christoph Rüedi von der Staatsanwaltschaft Baden erklärt: «Kommt das Obergericht zum Schluss, dass die Einstellung nicht rechtens war, wird der Fall an die Staatsanwaltschaft Baden zurückgewiesen.» Rüedi schätzt, dass es rund drei bis vier Monate dauern wird, bis das Obergericht den Entscheid überprüft hat.

Die Anwältin des Beschuldigten war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.