«Das wird die 1. Etappe unseres Gesamtkonzeptes Sportanlagen», sagt der Würenloser Gemeinderat Nico Kunz. Damit meint er den Naturrasen-Sportplatz im Tägerhard. Um ihn zu bauen, soll die Gemeindeversammlung am 8. Dezember einen Kredit von 1,26 Millionen Franken bewilligen.

Im Projekt nicht enthalten sind Garderoben und Sanitäranlagen. Diese wollen Sportverein und Rugbyclub auf eigene Kosten erstellen. «Die Gemeinde hat von den beiden Vereinen ein Zahlungsversprechen über 80 000 Franken», sagt Kunz, der das Engagement der Vereine sehr hoch einschätzt.

Falls es zu keinen Verzögerungen kommt, soll Anfang 2016 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Ab Frühjahr 2017 soll die Anlage den Fussballern und den Rugbyspieler zur Verfügung stehen.

Bundesgericht sagte «Nein»

Kunz ist überzeugt, dass das Projekt die Lösung für die seit vielen Jahren schwelenden Würenloser Sportplatz-Probleme ist. Das ursprüngliche Vorhaben, im Ländli ein modernes Sportfeld zu bauen, war am Widerstand einiger Nachbarn gescheitert. Es hatte aber der Gemeinde zu nationaler Publizität verholfen, fand doch ein Fackelumzug zugunsten des Projektes statt.

Doch genutzt hat dieser nichts, vor Bundesgericht unterlag die Gemeinde. Darauf lancierte sie das Projekt in der schon früher ausgeschiedenen Sportplatzzone im Tägerhard. Dieses scheiterte an den mutmasslichen Kosten von 5,4 Millionen Franken.

FDP und SVP ergriffen erfolgreich das Referendum gegen den von der Gemeindeversammlung genehmigten Projektierungskredit. Das Vorhaben war eindeutig überladen, war doch im Betrag auch die Erschliessung der Gewerbezone hinter der Huba Control AG eingerechnet.

Alle Sportanlagen geprüft

Die beiden gescheiterten Projekte waren für den Gemeinderat Anstoss zu einem Neuanfang. «Wir haben eine Arbeitsgruppe Sportanlagen gebildet, bestehend aus Vertretern der Vereine, der Schule, der Planungskommission, der Finanzkommission und der Gemeinde», sagt Kunz.

Die Arbeitsgruppe hatte den Auftrag, alle Aussenanlagen, unter anderem den roten Hartplatz und die Rasenflächen zu untersuchen, eine Bedarfsanalyse zu erheben und ein ganzheitliches Sportanlagenkonzept zu erstellen. Und für Kunz besonders wichtig: «Alle haben am Konzept ehrenamtlich mitgearbeitet.» Damit entstanden für die finanziell etwas klamme Gemeinde keine zusätzlichen Kosten.

Die Abklärungen ergaben, dass ein guter Sportplatz für 1 Million Franken nicht zu haben ist. «1,26 Millionen Franken sind das Minimum», sagt Kunz. Vom Swisslos-Sportfonds erwartet der Gemeinderat einen Beitrag von 250 000 Franken.

Die jährlichen Betriebskosten sind inklusive Baurechtszins an die Ortsbürgergemeinde auf rund 30 000 Franken veranschlagt. Reinigung und Unterhalt der Container übernehmen die Sportvereine. Parkplätze braucht es keine: «Wir dürfen diejenigen der Huba Control benützen.» Eine Bushaltestelle ist noch nicht vorgesehen. Sie soll allenfalls gebaut werden, wenn sich Gewerbe ansiedelt und eine Buslinie über die Tägerhardstrasse führt.

«Mit dem Projekt haben wir endlich eine finanziell tragbare und gute Lösung gefunden», sagt Kunz. Der Gemeinderat und die Finanzkommission unterstützen das Vorhaben. Es ist laut Kunz die 1. Etappe des Gesamtkonzeptes Sportanlagen. In weiteren Etappen sollen die bestehenden Anlagen saniert beziehungsweise neue die Anlage gebaut werden. Der Fahrplan wird durch die Finanzen der Gemeinde mitbestimmt.