Baden
Ans Kaffeetrinken ist auf dem Lindenplatz noch nicht zu denken

Der Einwohnerrat behandelt am 14. Mai einen Projektierungskredit von 275'000 Franken für den Lindenplatz. Vorerst wird aber auf diesem Areal gebaut. Der Kanton möchte den Platz sogar während der Schulhausplatz-Sanierung benutzen.

Roman Huber
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Über der Decke des Bahntunnels wird eine Schicht Magerbeton gelegt
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Zwischen dem Haus Mellingerstrasse 1 und dem ZIS-Neubau wird die Zufahrt erstellt
Über diese Passarelle werden die ZIS-Schüler auf den Pausenplatz gelangen
Im neuen Schulhaus der Zurich International School läuft zurzeit der Innenausbau auf Hochtouren
Die Turnhalle des ehemaligen Gewerbeschulhauses liegt nicht mehr auf dem Lindenareal
Andreas Zehnder, Architekt des Gewinners des Projektwettbewerbs, vom Architekturbüro Graf und Partner, inspiziert die Baustelle
Die Baustlle Lindenplatz

Über der Decke des Bahntunnels wird eine Schicht Magerbeton gelegt

Roman Huber

Ans gemütliche Kaffeetrinken ist auf dem Lindenplatz, der unmittelbar beim Schulhausplatz liegt, vorerst zwar nicht zu denken. Vorerst heisst, dass die gesamte Bauerei auf dem Lindenareal vorher abgeschlossen werden muss.

Womöglich möchte der Kanton aber den Lindenplatz während der Sanierung des Schulhausplatzes als Bauinstallationsplatz beanspruchen, sodass der Bautermin noch weiter nach hinten rücken würde.

Der Stadtrat würde es lieber sehen, wenn der Kanton darauf verzichten könnte. Der Projektierungskredit über 275 000 Franken ist ein klares Signal dafür, dass man am Lindenplatz vorwärts machen möchte.

Mit dem Ideenwettbewerb und dem Sondernutzungsplan sind die Grundlagen für die Neugestaltung vorhanden. Ein Baumfeld soll einen Grünfilter zwischen Lindenplatz und Mellingerstrasse bilden und ein Platzcafé ermöglichen. Die Lage des Platzes würde durch die Humusschicht erhöht, denn unter dem Platz liegen der Bahntunnel und die Öltanks der Hotel Hochhaus Linde AG.

Nachdem der Trafo- und der Theaterplatz wiederholt zu Kritik Anlass gegeben haben, möchte der Stadtrat beim Lindenplatz sorgfältig vorgehen. «Wir sind an einem belebten Lindenplatz interessiert», erklärt Stadtammann Geri Müller.

Mit den angrenzenden Grundeigentümern habe der Stadtrat vereinbart, dass der Lindenplatz grundsätzlich den Fussgängern gehören soll. Die Gartenwirtschaft des Restaurants Linde werde sinnvollerweise weiter betrieben.

Güterumschlag und Zufahrt für Taxis oder Cars müssen gewährleistet sein. Wie der bestehende Brunnen integriert werden soll, wird Gegenstand der Projektierung sein.

Wartehäuschen einbeziehen

Die beiden Bushaltestellen (Postauto, RVBW) samt Wartehäuschen werden in die Projektierung einbezogen. Der Kanton lässt die Decke des Bahntunnels bereits im Jahr 2014 im Rahmen des Schulhausplatz-Projektes für die verlangte Nutzlast von 40 Tonnen anpassen.

Der Einwohnerrat wird an der Sitzung vom 14. Mai über den Kredit entscheiden. Die Planung wird unmittelbar danach gestartet.

Der Lindenplatz ist erst mit der grossen Verkehrssanierung zwischen 1960 und 1965 entstanden. Vorher waren dort die Wohn- und Geschäftshäuser Mellingerstrasse 14 bis 20 gestanden. Dazu gehörten das Restaurant Falken und das ehemalige Hotel Linde.

Unter den Boden wurde der damals neue Bahntunnel nach Zürich gelegt. Das Areal wurde danach schrittweise überbaut mit dem Kino Linde der Sterk AG und dem Hotel Linde, dann mit der Garage Diebold mit überdachter Tankstelle, dem Geschäftshaus Burghalde (Mellingerstrasse 6) und im Jahr 2005 mit dem neuen Wohn- und Geschäftshaus Falken auf dem Areal der ehemaligen Brauerei.