Quo vadis, Stadt Baden? CVP-Einwohnerrat Reto Huber liess kaum einen guten Faden an der Antwort des Stadtrates zu seiner Anfrage.

Er habe in einigen Abteilungen Gespräche auf allen Stufen geführt, so Huber. Fazit: Die komplizierten Strukturen hätten dazu geführt, dass Prozesse stocken. Der Stadtrat habe nur die Sachverantwortung. Es würden Missstände herrschen, denn die Verwaltung funktioniere nicht in dieser Struktur.

«Ich bitte den Stadtrat, selbstkritisch zu sein und Lösungsbereitschaft zu zeigen», so Huber. Die Antworten seien vielfach mit «Blabla» inhaltlos beantwortet worden. Die Einführung einer Leitung Personal war laut Huber richtig, die Leitung Kommunikation könne noch nicht beurteilt werden, da sie primär anderweitig eingesetzt worden sei. Mit der Führung der Verwaltung habe der Stadtammann die Führung primär abgeschoben.

Führung in der Sackgasse

Die Verwaltungsführung befindet sich laut Reto Huber in der Sackgasse, und müsse erneuert werden. Eine vollamtliche Führung fehle. Der Stadtrat realisiere nicht, dass die Strukturen so falsch seien. Huber beurteilte den Stadtammann in dieser Funktion als «inkompetent und überfordert».

Stadtammann Geri Müller wies darauf hin, dass Badens Verwaltung regelmässig um neue Abteilungen gewachsen sei. Der Stadtrat habe bereits 2007/08 reagiert. Auch die grosse Führungs-Spanne habe man angeschaut, punkto Linienverantwortung wie auch Sachführung. «Es braucht einen Verwaltungsleiter im administrativen Bereich», sagt Müller.

Die Antwort des Stadtrates zeige den Stand des Prozesses auf. Die Kritik an der Person sei seine Sache, sagte Müller zu Huber. Er sei wegen des Nationalratsmandates nicht weniger präsent, hält der Stadtammann fest. Und zum Prozess meinte er: «Wir sind gut unterwegs.» Man habe bereits Massnahmen getroffen, um Schwächen zu beheben. Es sei vieles in Veränderung, denn der Stadtrat sei an der Arbeit.

Peter Conrad (CVP) hingegen attackierte Geri Müller: «Wenn auch Massnahmen und Organisationsstrukturen umgesetzt sind, so vermisse ich die Führung, und die ist wichtiger.»