Eines gleich vorweg: Die kleine Umfrage unter den zahlreich erschienenen Teilnehmern der öffentlichen Infoveranstaltung im Kurtheater zeigte, dass die aktuelle Variante des Projekts «Equilibre» mehrheitlich auf ein positives Echo stösst. «Mit dieser Variante bin ich absolut einverstanden, denn so bleibt das Sachs-Foyer erhalten», sagte etwa Matthias Weinhold aus Mülligen. Marianne Padeste, Anwohnerin: «Es wird zwar mit der neuen Bestuhlung für mehr Beinfreiheit gesorgt, aber für stattliche Menschen bleiben die Sitze zu eng.»

René Zurflüh, ebenfalls Anwohner, kann mit der aktuellen Variante leben, auch wenn er sich mit dem Erweiterungsbau bei der Hauptbühne nicht anfreunden kann. «Mit dem Anbau siehts aus wie ein Fleischkäse.» Am Samstagmorgen stellten Stadtrat Markus Schneider und Projektleiter Adrian Humbel das aktuelle «Equilibre» vor, über dessen Baukredit in Höhe von 34,472 Millionen Franken am 3. März abgestimmt wird. Das Sachs-Foyer, das unter Denkmalschutz steht, bleibt stehen, wird allerdings saniert. Das Bölsterli-Foyer wird aufgewertet, indem es mit einer Glasfassade versehen und platzmässig verdoppelt wird. Zudem wird es unterkellert, was Platz für Lagerflächen schafft. Beim «Bölsterli» wird ein Lift eingebaut, um das Kurtheater – nebst einem Treppenlift – rollstuhlgängig zu machen. Auch die sanitären Anlagen werden entsprechend angepasst. Der Anbau bei der Hinterbühne wird im bestehenden Fassadenbild weitergezogen – die Parkplätze fallen weg. Zudem werden die Sitzreihen im Saal künftig mit einem Abstand von 91 Zentimeter angeordnet. Zusätzlich wird eine neue Licht-, Audio- und Videotechnik eingebaut.

Der Kanton bekenne sich mit seiner Kostengutsprache von total

11 Millionen Franken eindeutig zum Kurtheater, sagte Markus Schneider, und ermunterte die Gäste, am
3. März ein Ja in die Urne zu legen. Im Anschluss an die Projektpräsentation stellten sich Hans-Ulrich Glarner, Kulturbeauftragter des Kantons, Theaterleiterin Barbara Riecke, die Stadträte Daniela Berger und Markus Schneider sowie Jarl Olesen, Abteilungsleiter Planung und Bau, den Fragen aus dem Publikum. Unter anderem mussten Bedenken zur Anlieferung per Lastwagen ausgeräumt sowie Erklärungen zur geplanten Beheizung bzw. der «Nicht-Nutzung» der Aussenarena beantwortet werden. Beim anschliessenden Apéro war Zeit zum Austausch – auch mit dem Komitee «Pro Kurtheater».