Mit einer Arschbombe ins Wasser zu springen, hat wohl jeder schon gemacht. Und wasserscheuen Sonnenbadegäste kennen sicher das Wasserspritzen, das die eben aufgetragene Sonnencrème verschmiert.

Splashdiving, wie man diese Trendsportart neudeutsch nennt, hat damit aber wenig zu tun. „Von einem Sprungturm so ins Wasser zu springen ist schwieriger als gerades und lautloses Eintauchen“, erklärt Marco Bersnak, der mit der Splashdiving-Gruppe Paxskills das erste Show-Springen in der Region Baden organisiert hat.

Splashdiving ist aber mehr als nur mit einer Arschbombe möglichst viel Wasser zu verdrängen. Die über zehn Athleten springen mit Saltos und Schrauben aus einer Höhe von bis zu zehn Metern ins Wasser. Der Sprung muss nicht unbedingt mit einer Arschbombe abgeschlossen werden. „Bei der Gestaltung der Sprünge sind wir absolut frei.

Impressionen von der Splashdiving-Show im Terrassenbad Baden

Impressionen von der Splashdiving-Show im Terrassenbad Baden

Die Splashdiving-Gruppe «Paxskills» hat das erste Show-Springen in der Region Baden organisiert.

Es gibt im Splashdiving zwar Wettbewerbe, doch bei unseren Events ist der Fun-Faktor wichtiger“, so Bersnak. Die Schweizer Splashdiving-Szene ist aber klein. Deshalb hat Bersnak auch Springer aus Deutschland für diesen Wochenend-Event eingeladen.

René Sauermann, Terassenbad-Betriebsleiter, der den Anlass ermöglicht hat, steht derweil am Beckenrand und staunt über die Akrobatik der Springer: „Für das Terrassenbad ist dieser Anlass eine gute Sache. Wir wollten schon länger eine solche Show veranstalten, aber es war nicht einfach eine Gruppe aus der Region zu finden. Als uns Bersnak angefragt hat, haben wir deshalb sofort zugesagt. Für das Terrassenbad ist dieser Event ein Publikumsmagnet und für Paxskills eine Bühne, auf der die jungen Athleten ihr Können zeigen können.“

Und so springen die Athleten teils in Neoprenanzügen, teils in normalen Badeshorts zu lauter Musik und Applaus der Badegäste. Es hat zwar an diesem Samstag nicht viele Zuschauer, diese können aber die Turmspringer von ganz nah bestaunen - und werden natürlich immer wieder nass.

Genau dies macht den Anlass aber aus. Wasserscheue Badegäste, die nur ihren Teint bräunen möchten, können das ganze aus sicherer Distanz beobachten.