Baden
Attraktionen verzaubern die Badener Altstadt

In der Halde in Baden fand am Samstag der 5. Adventszauber statt. Die Geschäfte waren kreativ. Nebst attraktivem Angebot wurde den Besuchern auch Selbstgebackenes angeboten.

Sandra Ardizzone
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Im kleinen Laden «finnis.ch» legte die Inhaberin Päivi Tissari (rechts) gleich selbst Hand an und schenkte Besuchern finnischen Glögg ein.

Im kleinen Laden «finnis.ch» legte die Inhaberin Päivi Tissari (rechts) gleich selbst Hand an und schenkte Besuchern finnischen Glögg ein.

Sandra Ardizzone

Konzentriert sitzt Wiebke Zollmann an einem Tischchen im Café «Frau Meise» und schreibt. Sie schreibt Geschichten wie jene vom Doppelhaushasen, der sich einen Bau unter seinem Haus baut, um zu sehen, ob ihn jemand im Haus darüber vermisst. Das rattern ihrer Schreibmaschine ist ein Kontrast zu den ruhigen Gesprächen und der leisen Musik, doch das stört niemanden.

Schliesslich schreibt Zollman die Geschichten auf Wunsch für die Besucher. Sie dürfen Inputs geben, einen Café bestellen und nach einer halben Stunde die persönliche Geschichte abholen. «Es ist so schön hier unten, das muss man den Leuten zeigen», erklärt Claudia Nabholz von Frau Meise. Deshalb bringt sie mit dem Adventszauber gemeinsam mit rund 20 anderen Geschäftsinhabern Leben in die untere Altstadt.

Weihnachten ruft

In den kleinen Läden in der Unteren und der Oberen Halde konnte man am Samstag bis 22 Uhr Weihnachtsgeschenke einkaufen. Von Babykleidern über Teelichter bis hin zu ökologischen Räucherstäbchen – die Ladenvielfalt im ruhigen Badener Quartier ist gross. Bereits seit drei Jahren betreibt auch Päivi Tissari ihr Geschäft «finnis.ch» dort. Sie findet den Adventszauber einen tollen Anlass, um den Leuten ihr Geschäft und damit auch die finnische Kultur näher zu bringen. Deshalb gab es bei ihr Glögg mit selbstgebackenen Spekulatius. «In Finnland ist es Tradition, Leute vor Weihnachten zu Glögg einzuladen», erklärt sie.

Kulinarisch verwöhnen lassen konnte man sich unter anderem auch beim Zwickel-Bierfondue des Rebstock oder bei heissen Marroni von «Stich+Strich». In der Halde 8 bot Inhaberin Rosmarie Lang Bio-Schokolade zum probieren und viele Geschäfte spendierten den Gästen ein Gläschen Wein oder Sekt.

Doch auch kulturell kamen die Besucher nicht zu kurz: Im Theaterhaus Boschetti gab es Erzählungen für Gross und Klein und auch im Café «Frau Meise» setzten Gitarrenklänge verschiedener Bands ein, nachdem die Schreibmaschinentöne von Wiebke Zollmann verklungen waren.

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