Tour de Suisse
Auch Baden und Lenzburg wollen die Tour de Suisse nicht

Den Organisatoren der Tour de Suisse fehlt ein Etappenort im Aargau für die Tour im Jahr 2012. Baden und Lenzburg wären ihre Favoriten. Doch die beiden Städte winken ab. Das nächste Jahr sei bereits total verplant.

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Tour de Suisse: Schnell wie der Wind

Tour de Suisse: Schnell wie der Wind

bz Basellandschaftliche Zeitung

Hans Huber, Stadtammann von Lenzburg, winkt ab. Der Stadtrat habe das zwar noch nicht besprochen, sagt Huber. Das Gremium wird die Anfrage der Tour-Organisation, die in Lenzburg bereits vorliegt, morgen Dienstag beraten. Huber kennt bereits die Antwort und die ist Nein. «Was bringt das der Bevölkerung? Es haben ja nicht alle Freude am Velosport», so Huber gegenüber der az. Lenzburg habe nächstes Jahr schon andere Feste geplant. Dazu kommt, dass dieses Jahr bereits das Schweizer Fernsehen in Lenzburg mit der Sendung «SF bi de Lüt» gastiert. Für die Lenzburger ist das Werbung genug.

Ähnlich tönt es auch in Baden. Dort hatten die Stadtoberen bis heute keinen direkten Kontakt mit dem Tour-Organisator, wie Thomas Lütolf, Leiter Standort-Marketing, erklärt. Man habe zwar vom Interesse gehört, mehr nicht. «In einem Jahr einen solchen Anlass auf die Beine zu stellen, ist wegen bereits verplanten Aktivitäten kaum möglich. Es ist auch nicht Usus innert so kurzer Zeit so etwas zu organisieren», sagt Lütolf weiter. Grundsätzlich habe Baden aber schon Interesse und wolle auch wieder einmal Etappenort sein.

Bleibt noch Aarau

Hauptgrund für die Absage für 2012 ist das Badener Stadtfest, das im kommenden Jahr stattfinden wird. «Das Budget und auch die personellen Ressourcen sind daher für einen solchen Anlass nicht vorhanden. Ich sehe da wenige Möglichkeiten für Baden als Etappenort im kommenden Jahr», so Lütolf. Der Chef-Vermarkter von Baden lässt allerdings ein Hintertürchen offen. Sollten die TdS-Organisatoren Baden «finanziell in einer kaum realistischen Weise entgegenkommen», dann würde man zumindst darüber nachdenken.

Bleibt als einzige Hoffnung noch Aarau. Da konnte heute Montag zum Begehren niemand Auskunft geben. (dno/ahu)

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