Fislisbach/Oberrohrdorf

Auch im zweiten Wahlgang gibt es Kampfwahlen

Severine Jegge tritt in Oberrohrdorf aus der Poleposition zum zweiten Wahlgang an.

Severine Jegge tritt in Oberrohrdorf aus der Poleposition zum zweiten Wahlgang an.

In Oberrohrdorf und in Fislisbach ist am 29. November je ein Sitz im Gemeinderat zu vergeben. Am Mittwoch liefen die Anmeldefristen für den zweiten Wahlgang ab. Wer tritt wieder zur Ersatzwahl an, wer verzichtet?

Die Gemeinderatsersatzwahl in Oberrohrdorf war an Spannung kaum zu überbieten. Drei Kandidaten lieferten sich im ersten Wahlgang vor zehn Tagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen für den frei werdenden Sitz. Obenaus schwang Severine Jegge (CVP) mit 551 Stimmen, knapp dahinter folgten Thomas Schneider (FDP) mit 519 und die parteilose Angela Kaiser-Michel mit 464 Stimmen. Das absolute Mehr von 776 Stimmen erreichte keiner der Kandidaten.

Ein zweiter Wahlgang muss die Entscheidung bringen. Dieser findet am 29. November 2020 statt. Am Mittwoch, 7. Oktober, lief die Anmeldefrist ab. Wahlberechtigt sind diesmal nur Personen, welche ihre Kandidatur innerhalb der Frist rechtsgültig eingereicht haben. Zwei Kandidaten haben dies getan. Das bedeutet, dass es keine stille Wahl geben wird.

Die Namen von Severine Jegge und Thomas Schneider werden am 29. November erneut auf dem Wahlzettel stehen, Angela Kaiser-Michel wird im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten. Bei einer Wahl Jegges wären in der Geschichte Oberrohrdorfs erstmals die Frauen in der Mehrheit im Gemeinderat. Die Ersatzwahl erfolgt für den Rest der Amtsperiode 2018/21 auf den 1. Januar 2021.

Fislisbach: Drei Männer kämpfen um den letzten freien Sitz

Auch in Fislisbach zeigte sich die Demokratie von ihrer lebendigen Seite. Zwei Gemeinderatssitze waren am 27. September zu vergeben, gleich sechs Kandidaten traten zur Ersatzwahl an. Als Einzige erreichte die parteilose Simone Bertschi das absolute Mehr von 680 Stimmen. Die Männer müssen nachsitzen. Hinter Bertschi folgten Andreas Sommer (parteilos) mit 554 Stimmen, Fritz Krähenbühl (FDP) mit 441 Stimmen sowie die parteilosen David Jäggi (287), Reinhold Rauber (245) und Walter Strickler (243).

Schulpflegepräsident Strickler gab unmittelbar nach dem ersten Wahlgang seinen Verzicht bekannt, Sommer kündigte an, wieder anzutreten. Die drei weiteren Kandidaten erbaten sich Bedenkzeit.

Auch in Fislisbach lief am Mittwoch die Anmeldefrist ab. Und auch in Fislisbach wird es keine stille Wahl geben. Neben Sommer werden auch FDP-Kandidat Fritz Krähenbühl und Reinhold Rauber erneut antreten, David Jäggi verzichtet. Die Ersatzwahl für den letzten freien Sitz im Gemeinderat findet wie in Fislisbach am 29. November statt, gleichzeitig mit den eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen.

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