«Aarüerete»

Auch ohne Schnee: Der Winter ist in Baden eingezogen

Mit der «Aarüerete» ist am Mittwoch der traditionsreiche «Winterzauber» auf dem Bahnhofplatz eröffnet worden.

Die Holzspäne sind auf dem Bahnhofplatz verteilt, der Springbrunnen in eine Feuerstelle verwandelt und der Brenner-Schopf sowie die Fondue-Hütte aufgestellt: Gestern Abend ist mit der traditionellen «Aarüerete» der Startschuss für den Badener «Winterzauber» gefallen. Unter freiem Himmel rührte der Küntener Käser Sepp Brülisauer sein Bio-Fondue an. Während der Käse im grossen Topf langsam schmolz, unterhielt Slampoet Simon Libsig das grosse Publikum. Bevor die Stadträte Matthias Gotter, Roger Huber und Erich Obrist, Ammann Geri Müller, die künftige Stadträtin Sandra Kohler, Stadtschreiber Heinz Kubli und Einwohnerratspräsidentin Stefanie Heimgartner die ersten Brotstücke tunken konnten, flambierte Lorenz Humbel das Fondue mit seinem Kirsch.

Die Stettemer Brennerei Humbel führt den Brennerschopf, die Fondue-Hütte und die Feuerstelle bereits zum siebten Mal im Auftrag des Handels- und Gewerbeverbandes City Com Baden. Rund zwanzig Helfer packten knapp eine Woche lang an, um das Winterdorf aufzustellen. Zum Dorf gehört in diesem Jahr zum ersten Mal ein beheizter WC-Wagen. «Das bietet mehr Komfort als die Toi-Tois», sagt Projektleiterin Nicole Lüthy.

Zu den Highlights des «Winterzaubers» zählt für sie der Samichlaus-Einzug. «Wir führten ihn 2016 zum ersten Mal durch. Obwohl wir kaum Werbung machten, bastelten rund 50 Kinder auf dem Theaterplatz Laternen und zogen mit dem Samichlaus durch die Stadt bis zur reformierten Kirche», sagt Lüthy. In diesem Jahr sollen es noch mehr Kinder sein. «Wir möchten den Anlass zusammen mit Jungwacht-Blauring Baden und der Cordulazunft zu einer Tradition machen.»

Nicht mehr wegzudenken aus dem Winterdorf ist unterdessen die Feuerstelle, wo Familien, Geschäftsleute oder Gassenleute aufeinandertreffen, Cervelats bräteln oder sich einfach nur aufwärmen. Ein Feuermeister sorgt dafür, dass das Feuer stetig brennt, aber nicht zu hoch wird. Daneben stehen der Unterstand des christlichen Sozialwerks Hope in Baden, der bis Ende März für die Gassenleute stehenbleibt, und die Kulturbühne, die im vergangenen Jahr ihre Premiere feierte.

«Bei den Besuchern kam es gut an, dass wir mit dem offenen Singen oder mit Bands für Unterhaltung sorgten», sagt Lüthy. Auf grosses Interesse stösst jedes Jahr auch die Fondue-Hütte, in der täglich bis zu 100 Portionen Fondue serviert werden. «Noch hat es ein paar freie Plätze», sagt Lüthy. Und sie ergänzt: «Für spontane Gruppen mit zwei bis drei Personen finden wir immer ein Plätzchen.»

Seit 2005 organisiert die «City Com Baden» den «Winterzauber.» Präsident Robert Sailer sagt: «Kaum eine Stadt in der gleichen Grösse bietet so viel während der Weihnachtszeit wie Baden.» Zwar sei nicht messbar, wie sich der «Winterzauber» auf das Geschäft der Detaillisten auswirke. «Doch unsere Anlässe und das Winterdorf machen die Stadt attraktiver und locken die Menschen in die Stadt.» Sailers persönliches Highlight ist das «Liechterwecke», das die Stadt organisiert. «Emotional passt es sehr gut in die Adventszeit und ist eine Freude für alle Kinder, Eltern und Verwandte.»

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